Verschränkungen, Dis_Abilities, Inklusion und Raum
Entanglements, Dis_Abilities and Inclusion in Public Spaces
Wissenschaftsdisziplinen
Andere Sozialwissenschaften (20%); Humangeographie, Regionale Geographie, Raumplanung (70%); Wirtschaftswissenschaften (10%)
Keywords
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Critical Geographies Of Disabilities,
Critical Disabilities Studies,
Critical Neurogeographies,
More-Than-Human Disabilities Studies,
Posthuman Disabilities Studies
Das FWF-Projekt ENABLING SPACES verwendet einen innovativen, jugendzentrierten und inklusiven Mixed-Methods-Ansatz, der zu einem tieferen Verständnis der Erfahrungen und Praktiken sowie Aushandlung von Inklusion und Exklusion junger Menschen mit Behinderung in ihren alltäglichen öffentlichen Räumen beiträgt. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Erforschung der voranschreitenden Digitalisierung öffentlicher Räume und der diversen Auswirkungen digitaler Technologien für junge Menschen mit Behinderung. Durch einen ethisch reflektierten Ansatz mit Phasen der Koproduktion möchte das Projektteam von ENABLING SPACES, die Erfahrungen, Bedürfnisse und Visionen junger Menschen mit Behinderung für die Gesellschaft sichtbarer machen und gleichzeitig mit ihnen gemeinsam gesellschaftliche Debatten über inklusivere Zukünfte anregen. Obwohl in Österreich schätzungsweise 1,3 Millionen Menschen mit einer Behinderung leben, was 18,4 Prozent der ansässigen Bevölkerung entspricht, steht das Land wegen der unzureichenden Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN CRPD) von 2006 und des darauf basierenden Nationalen Aktionsplans Behinderung 2012-2020 in der Kritik. Bis heute sind viele junge Menschen mit Behinderungen mit intersektioneller Diskriminierung konfrontiert, die durch einen dysfunktionalen Rechtsschutz gefördert wird, während sie gleichzeitig in den für sie relevanten demokratischen politischen und gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen oft unterrepräsentiert oder sogar ausgeschlossen werden. Bestehende Forschungen zu den Erfahrungen junger Menschen mit Behinderungen im öffentlichen Raum haben sich bisher vor allem auf Städte und insbesondere Metropolen konzentriert, die durch eine wesentlich höhere Dichte an physischen und sozialen Infrastrukturen und Dienstleistungen gekennzeichnet sind als ländliche und periphere Gebiete. Durch die Durchführung vergleichender Forschung in ländlichen und urbanen Gemeinden in Österreich mit verschiedenen repräsentationalen sowie mobilen und mehr-als-repräsentationalen Methoden möchte ENABLING SPACES die ko- produzierten Visionen und Wünsche für inklusive und ermöglichende öffentliche Räume sichtbar machen sowie ko-produzierte Handlungsempfehlungen ausarbeiten.
- Barbara Wiesmüller, nationale:r Kooperationspartner:in
- Philipp Pilgram, nationale:r Kooperationspartner:in
- Wolfgang Grünzweig, nationale:r Kooperationspartner:in
- Marjo Rauhala, Technische Universität Wien , nationale:r Kooperationspartner:in
- Niklas Gudowsky-Blatakes, Österreichische Akademie der Wissenschaften , nationale:r Kooperationspartner:in
- Jessica Mclean, Macquarie University - Australien
- Christina Ergler, University of Otago - Neuseeland
- Arzu Çöltekin, University of Applied Sciences and Arts Northwestern Switzerland - Schweiz
- Jessica Pykett, The University of Birmingham - Vereinigtes Königreich
Research Output
- 3 Zitationen
- 2 Publikationen
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2024
Titel Biosensing and Biosensors—Terminologies, Technologies, Theories and Ethics DOI 10.1111/gec3.70007 Typ Journal Article Autor Misera J Journal Geography Compass Link Publikation -
2025
Titel Entanglements of Dis:abilities and Technologies in Public Space and Life: Insights from a Mobile and Visual Methods Study Including Video-Based Mobile Eye-Tracking DOI 10.1080/24694452.2025.2528940 Typ Journal Article Autor Bork-Hüffer T Journal Annals of the American Association of Geographers Seiten 120-139 Link Publikation