Spektra von kombinatorischen Überdeckungseigenschaften
Spectra of combinatorial covering properties
Wissenschaftsdisziplinen
Mathematik (100%)
Keywords
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Forcing,
Combinatorial Covering Property,
Spectrum,
Cardinal Characteristics,
Strong Measure Zero Set
Dieses Projekt konzentriert sich auf Eigenschaften von Teilmengen der reellen Zahlen, die sowohl kombinatorischer als auch topologischer Natur sind, das heißt, die erhalten bleiben, wenn kontinuierliche Transformationen angewendet werden. Eine Möglichkeit, eine topologische Eigenschaft zu untersuchen, besteht darin, die Größen oder, mathematisch gesprochen, die Kardinalitäten der Objekte zu analysieren, die diese Eigenschaft besitzen. Diese Forschungsrichtung lässt sich bis zu fast 100 Jahre alten Untersuchungen zurückverfolgen, die sich mit den oberen Schranken der Kardinalitäten topologischer Räume auf der Grundlage anderer quantitativer Merkmale befassten, die in der Regel sowohl die lokale als auch die globale Komplexität ihrer Topologie beschreiben. Ein weiteres Thema, das eher typisch für Eigenschaften von Mengen reeller Zahlen ist, besteht darin, die minimalen Kardinalitäten der entsprechenden Beispiele zu untersuchen. Später fand die Kombination dieser beiden Ansätze zunehmende Popularität, was zur Erforschung von Spektren topologischer Eigenschaften führte. Unter solch einem Spektrum versteht man die Menge aller Kardinalitäten, für die es einen Respräsentanten gibt, der die jeweilige Eigenschaft besitzt. Es gibt zwei Ansätze in diesem Bereich: Einerseits kann man versuchen, konkrete Beispiele von Objekten mit den gewünschten Kardinalitäten zu konstruieren. Andererseits planen wir auch, existenzielle Argumente zu verwenden, um zu zeigen, dass das Spektrum einer bestimmten Eigenschaft in einem angemessenen Sinne reichhaltig sein muss. Natürlich können diese Untersuchungen nicht ausschließlich auf der Grundlage der Standardaxiome der Mathematik, die von Zermelo und Fraenkel formuliert wurden, durchgeführt werden, da Gödel bewiesen hat, dass jene Axiome die Möglichkeit nicht ausschließen, dass es keine Kardinalitäten zwischen der Kardinalität der natürlichen Zahlen und der Kardinalität der reellen Zahlen gibt. Daher beabsichtigen wir, in speziell entworfenen mathematischen Universen zu arbeiten, in denen viele unterschiedliche unendliche Kardinalitäten zwischen den beiden oben genannten existieren. Der zentrale Weg, ein mathematisches Universum zu einem größeren zu erweitern, ist die Methode des Forcings, die vor 60 Jahren von Cohen entwickelt wurde. Dieses mächtige Werkzeug wurde in unserem Kontext bisher nicht häufig verwendet, fand jedoch bemerkenswerte Anwendungen in eng verwandten Bereichen, was uns hoffen lässt, dass ähnliche umfassende Auswirkungen auch in den von uns geplanten Fällen möglich sind. Neben der Untersuchung von Spektren hoffen wir, dass die erwarteten Ergebnisse des Projekts die Theorie der Auswahlprinzipien weiterentwickeln werden. Da diese Theorie mehrere mathematische Zweige miteinander verbindet und es ermöglicht, Methoden von einem Bereich in andere zu übertragen und zu nutzen, könnten die tatsächlichen Errungenschaften im Rahmen des Projekts sogar die in der Projektbeschreibung angegebenen Erwartungen übertreffen.
- Technische Universität Wien - 100%
- Leandro Aurichi, Universidade de Sao Paulo - Brasilien
- Heike Mildenberger, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg - Deutschland
- Boaz Tsaban, Bar-Ilan University - Israel
- Maddalena Bonanzinga, Universita degli Studi di Messina - Italien
- Franklin D. Tall, University of Toronto - Kanada
- Michael Hrusak, Universidad Nacional Autonoma de Mexico - Mexiko
- Dusan Repovs, Universität Ljubljana - Slowenien
- Alan Dow, University of North Carolina at Charlotte - Vereinigte Staaten von Amerika
Research Output
- 1 Publikationen
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2025
Titel On some recent selective properties involving networks DOI 10.1515/ms-2025-0068 Typ Journal Article Autor Bonanzinga M Journal Mathematica Slovaca Seiten 943-962