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Molekulare Characterisierung von Läsionen in der NMOSD

Deep Molecular Analysis of Lesion Formation in NMOSD

Monika Bradl (ORCID: 0000-0003-2239-1586)
  • Grant-DOI 10.55776/PAT6054424
  • Förderprogramm Einzelprojekte
  • Status laufend
  • Projektbeginn 01.02.2025
  • Projektende 31.01.2027
  • Bewilligungssumme 238.682 €
  • Projekt-Website

Wissenschaftsdisziplinen

Medizinisch-theoretische Wissenschaften, Pharmazie (100%)

Keywords

    Neuromyelitis optica, CNS inflammation, Autoantibodies, Pathology, Spatial Transcriptomics

Abstract

Neuromyelitis Optica Spectrum Disorders (NMOSD) sind Autoimmunkrankheiten des Zentralnervensystems, die in den allermeisten Fällen durch die Anwesenheit pathogener Antikörper im Serum betroffener Patienten charakterisiert sind. Zu Beginn der Erkrankung, oder zu Beginn eines Krankheitsschubes treten diese Antikörper aus dem Serum ins Zentralnervensystem, also in das Rückenmark, die optische Nerven oder das Gehirn, über und binden an den Wasserkanal Aquaporin- 4 auf Astrozyten. Dies kann zwei fundamental unterschiedliche pathologische Veränderungen zur Folge haben: In den meisten Bereichen des Zentralnervensytems führt die Bindung der Antikörper an Aquaporin-4 zu einer Zerstörung dieser Zellen, und zu einer daraus resultierenden zusätzlichen Schädigung von Axonen, Neuronen, und Myelin-bildenden Zellen. Dieser Gewebeschaden kann große Ausmaße annehmen und letztendlich zu Blindheit oder Lähmung der betroffenen Patienten führen. Es gibt jedoch Gehirnregionen (wie z. B. die Area postrema), in denen die Bindung der pathogenen Antikörper an das Aquaporin-4 keine derartig schweren Konsequenzen hat. Ganz im Gegenteil: hier können die Aquaporin-4 positiven Zellen überleben, und die Läsionen können sich nahezu vollständig zurückbilden. Was macht die Area postrema so speziell? Welche Moleküle können dort die Zerstörung der Zellen verhindern, und welche Moleküle treiben die Entwicklung von Gewebeschaden in anderen Bereichen des Zentralnervensystems? Wir möchten diese Fragen beantworten. Um dies zu tun, werden wir modernste molekulare und histologische Untersuchungsmethoden einsetzen um die molekularen Mechanismen aufzuklären, die der Bildung dieser verschiedenen pathologischen Veränderungen zu Grunde liegen. Dies wird uns nicht nur helfen, die Entwicklung verschiedener Läsionstypen in der NMOSD zu verstehen, sondern auch neue molekulare Ziele für bessere Therapien dieser Erkrankung zu identifizieren.

Forschungsstätte(n)
  • Medizinische Universität Wien - 100%
Nationale Projektbeteiligte
  • Romana Höftberger, Medizinische Universität Wien , nationale:r Kooperationspartner:in
  • Thibault Gerald Bouderlique, Medizinische Universität Wien , nationale:r Kooperationspartner:in

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