Einblick in das Renin-Angiotensin-System bei ATTR-CM
Insights into the renin-angiotensin system in ATTR-CM
Wissenschaftsdisziplinen
Andere Naturwissenschaften (10%); Klinische Medizin (70%); Mathematik (10%); Medizinisch-theoretische Wissenschaften, Pharmazie (10%)
Keywords
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Cardiac amyloidosis,
Renin-angiotension system,
Angiotensin profiles,
Heart failure,
Biomarkers
Die Transthyretin Amyloid-Kardiomyopathie (ATTR-CM) ist eine Erkrankung, die durch genetische oder alters-assoziierte Veränderungen in der Struktur des Transthyretin-Proteins zu Ablagerung in Organen führen kann. Häufig können diese sogenannten Amyloidfibrillen auch im Herzen akkumulieren und zu einer relevanten Versteifung und Funktionseinschränkung der Herzfunktion führen, was im weiteren Verlauf eine progressive Herzschwäche zur Folge hat. Das Renin-Angiotensin-System (RAS) ist entscheidend für die Aufrechterhaltung des Wasser- und Salzhaushalts und spielt eine wichtige Rolle bei der Regulierung des Blutdrucks und dem Fortschreiten der Herzinsuffizienz. Einige Proteine, die an der Regulation des RAS beteiligt sind, haben negative Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System, während andere positive Effekte haben können. Das Gleichgewicht zwischen diesen ist entscheidend für die Aufrechterhaltung der Herz- und Nierengesundheit. Medikamente, die zur Behandlung anderer Formen der Herzinsuffizienz eingesetzt werden und wiederholt gute Ergebnisse gezeigt haben, wirken hauptsächlich auf das Renin-Angiotensin- System (RAS), indem sie dessen negative Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System hemmen. Leider haben sich diese Medikamente bei Patient:innen mit ATTR-CM als nicht vorteilhaft erwiesen und können in einigen Fällen sogar die Symptome verschlimmern. Es ist jedoch unklar, warum diese Therapien bei ATTR-CM wirkungslos sind. Das Ziel unserer Forschung ist es, die Erkrankung durch die Analyse der Menge und des Verhältnisses der RAS-Proteine zu charakterisieren. Dies könnte uns helfen, die Entstehung der Krankheit besser zu verstehen. Weiters soll untersucht werden, wie die Menge der Proteine mit den Symptomen, und dem Voranschreiten der Krankheit zusammenhängt und ob sie voraussagen können, welche Patient:innen einen rascheren Krankheitsverlauf erleiden.