Zwillingsstudie über Metakognition und ihre Eigenschaften
Twin study on metacognition and its related traits
Wissenschaftsdisziplinen
Andere Humanmedizin, Gesundheitswissenschaften (25%); Mathematik (25%); Psychologie (50%)
Keywords
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Metacognition,
Twin Study,
Children and Adolescents,
Behavior Genetics,
Internalizing traits,
Externalizing traits
Die psychopathologische Forschung hat längst festgestellt, dass psychische Störungen, die in der Regel in internalisierende Störungen (d.h. bezogen auf das Selbst) und externalisierende Störungen (d.h. auftretend in Interaktion mit dem sozialen Umfeld) unterteilt werden können, bei ein und derselben Person oft gemeinsam vorkommen. Diese Beobachtung hat Wissenschaftler dazu veranlasst, sie nicht mehr als getrennte Symptombereiche zu betrachten, sondern als Teile eines kontinuierlichen Spektrums, das auf einem einzigen Anfälligkeitsfaktor, dem so genannten "p- Faktor", beruht. Obwohl die Existenz dieses Faktors statistisch nachgewiesen wurde, ist noch unklar, was er auf der psychologischen Ebene bedeutet. Eine mögliche Erklärung könnte in der Metakognition liegen. Metakognition bedeutet, über das Denken nachzudenken. Es hat sich gezeigt, dass dysfunktionale Denkstile eine wichtige Rolle bei der Verschlimmerung von internalisierenden und externalisierenden Störungen spielen können. Es wurde jedoch noch nicht versucht, Metakognition mit dem p-Faktor zu verbinden. Die Forschung zur Metakognition befindet sich noch in einem frühen Stadium, insbesondere in den Bereichen der Kindheit und der Adoleszenz. Man weiß noch wenig über die Faktoren, die zu dysfunktionalen metakognitiven Gedanken führen, und wie diese von den Eltern auf die Kinder übertragen werden. Es wird angenommen, dass diese Überzeugungen hauptsächlich durch die Umwelt geprägt werden, da genetische Faktoren noch nicht untersucht wurden. Unklar ist auch, ob das Altern die Metakognition beeinflusst. Um diese Forschungslücken zu beheben, zielt diese Studie darauf ab, das Ausmaß der Vererbung von Metakognition zu evaluieren und die latenten Faktoren zu verstehen, die zur Übertragung metakognitiver Gedanken von einer Generation zur nächsten beitragen. Weiterhin wird die Studie die genetischen und umweltbedingten Beiträge zur Beziehung zwischen Metakognition und Merkmalen, die mit internalisierenden und externalisierenden Störungen assoziiert sind, untersuchen. Die Studie wird auch nach Altersunterschieden in diesen Beziehungen suchen. Um diese Ziele zu erreichen, wird eine Zwillingsstudie vorgenommen, bei der eineiige Zwillinge, die das gesamte genetische Erbgut gemeinsam haben, mit zweieiigen Zwillingen verglichen werden, die etwa die Hälfte ihres Erbguts gemeinsam haben. Bei der Beobachtung der der Ähnlichkeiten in Bezug auf Metakognition und psychische Gesundheit kann der Einfluss von Genetik und Umwelt abgeschätzt werden. Die Altersgruppen umfassen 8-12 Jahre und 13-18 Jahre. Noch keine Studien haben bisher genetische Daten und Umweltdaten kombiniert, um Metakognition bei Kindern und Jugendlichen zu untersuchen. Die Erforschung der Zusammenhänge zwischen Metakognition und psychischen Merkmalen könnte uns helfen, mehr über die wahre Natur des p-Faktors zu erfahren und zu erklären, warum psychische Störungen entstehen und wie man wirksam eingreifen oder sie sogar verhindern kann.
- Sigmund Freud Priv. Univ. - 100%
- Corrado Fagnani - Italien
- Emanuela Medda - Italien
Research Output
- 1 Publikationen
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2025
Titel Exploring intergenerational links and genetic correlates of metacognitive beliefs: A systematic review and meta-analysis DOI 10.3389/fpsyt.2025.1674793 Typ Journal Article Autor De Francesco S Journal Frontiers in Psychiatry Seiten 1674793 Link Publikation