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Verbindung anthropozäner Belege

Interconnecting Anthropocene records

Michael Wagreich (ORCID: 0000-0002-8828-0857)
  • Grant-DOI 10.55776/PIN4378323
  • Förderprogramm Einzelprojekte International
  • Status laufend
  • Projektbeginn 01.10.2024
  • Projektende 30.09.2026
  • Bewilligungssumme 120.128 €

Weave: Österreich - Belgien - Deutschland - Luxemburg - Polen - Schweiz - Slowenien - Tschechien

Wissenschaftsdisziplinen

Geowissenschaften (100%)

Keywords

    Urbane Geochemie, Bodenkontamination, Anthropozäne Marker, Anthropozäne Stratigraphie

Abstract

Der Begriff des Anthropozäns hat in den letzten zwei Jahrzehnten sowohl in verschiedensten wissenschaftlichen Fachrichtungen als auch in der breiten Öffentlichkeit großes Interesse geweckt. Der Begriff symbolisiert den zunehmenden und dominierenden menschlich-technologischen Einfluss auf die Erde, die heute vom seit mehr als elf Jahrtausenden ausgeglichenen Klima und den Naturlandschaften, die die Entwicklung und das Gedeihen der menschlichen Zivilisation ermöglichten, signifikant abweicht. Trotz des gewaltigen, den gesamten Planeten erfassenden menschlichen Eingriffs in die Umwelt, bleibt die Definition des Anthropozäns in den Geowissenschaften eine Herausforderung. Regionale vergleichende Untersuchungen dieser anthropozänen Veränderungen sind selten, insbesondere für Städte. Das Projekt untersucht das Wachstum des menschlichen Einflusses und vergleicht Böden aus Bohrungen, Bohrkernen und Ausgrabungen von Standorten in den Städten Wien (Österreich) und Krakau (Polen). Ziel des Projekts ist es, die historische Entwicklung verschiedener chemischer und mineralischer Schadstoffe zu vergleichen und ihre Zuverlässigkeit, Entstehung und Verteilung als Signale für das anwachsende Anthropozän zu testen, sowie quantitative Unterschiede in der Prägung der geologischen Stadtgeschichte durch die Industrialisierung aufzudecken, insbesondere in Anbetracht der langsameren Industrialisierung Krakaus im Vergleich zu Wiens extensiver Entwicklung als Hauptstadt. Ein zweiter Aspekt konzentriert sich auf die Vergleichbarkeit verschiedener anthropogener Singale innerhalb und zwischen verschiedenen Standorten. Durch den Einsatz mehrerer hochauflösender Spurenanalyse-Methoden sollen im Rahmen des Projekts partikuläre, molekulare und isotopische Umweltverunreinigungen sowie deren Verbleib, Verhalten und Langlebigkeit in den vom Menschen geschaffenen städtischen Bodenablagerungen gefunden und gemessen werden. Der umfassende Ansatz sucht nach den steuernden Prozessen in den Ablagerungen des Anthropozäns der letzten Jahrhunderte in städtischen Gebieten und an bestimmten Standorten und erforscht die Zuverlässigkeit, Anwendbarkeit und Verteilung der wichtigsten mensch-gemachten Spuren. Diese werden mit verfügbaren Umweltüberwachungsdaten und anderen historischen und archäologischen Aufzeichnungen verknüpft, um die Entwicklung der Schadstoffverschmutzung in wachsenden Städten zu bestimmen.

Forschungsstätte(n)
  • Universität Wien - 100%
Internationale Projektbeteiligte
  • Marek Jozef Michalik, Jagiellonian University - Polen

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