Soziales Wohlbefinden beim Übergang zur Schule fördern
Targeting Social Well-being to Improve Transitions to School
Wissenschaftsdisziplinen
Erziehungswissenschaften (30%); Psychologie (70%)
Keywords
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Social Well-Being,
Mental Health,
Early Childhood,
School-Entry,
Parents,
Peers
Der Schuleintritt ist eine der wichtigsten Übergangsphasen in der Kindheit. Als solche stellt er eine potenzielle Herausforderung dar, bietet aber auch wichtige Chancen für die psychische Gesundheit und das Wohlbefinden von Kindern. Während die kognitiven Voraussetzungen für einen erfolgreichen Übergang in die Schule in der Vergangenheit gründlich untersucht wurden, hat das soziale Wohlbefinden der Kinder in dieser kritischen Phase bisher zu wenig wissenschaftliche Aufmerksamkeit erhalten. In diesem Projekt wird der Fokus auf das soziale Wohlbefinden der Kinder gelegt, welches sowohl die Bindungen innerhalb der Familie als auch die sozialen Netzwerke außerhalb des Elternhauses umfasst. Ein internationales Forschungsteam aus Entwicklungspsycholog*innen sowie Expert*innen für die Bildung und psychische Gesundheit von Kindern aus Österreich, Deutschland, Schweden und dem Vereinigten Königreich wird im Projekt eine große repräsentative Stichprobe von Vorschulkindern beim Übergang vom Kindergarten in die Schule begleitet. Es werden Daten aus fünf Forschungseinrichtungen und vier verschiedenen europäischen Ländern mit sehr unterschiedlichen Einschulungspraktiken zusammengeführt. Auf diese Weise soll ein umfassendes Verständnis der Risiko- und Schutzfaktoren für das soziale Wohlbefinden von Kindern in der kritischen Phase des Übergangs zur Schule gewonnen werden. Darüber hinaus werden laborbasierte Messverfahren und modernste neurowissenschaftliche Methoden angewendet, um die Qualität der wichtigsten Beziehungen der Kinder mit ihren Eltern, Gleichaltrigen und Lehrer*innen für eine Teilgruppe von Kindern an jedem der Forschungsstandorte eingehend zu untersuchen. Insbesondere werden wir die interpersonelle biobehaviorale Synchronität messen, also das Ausmaß, in welchem die Kinder in der Lage sind, ihre rhythmischen Gehirnaktivitäten mit anderen Menschen abzustimmen, um somit buchstäblich mit ihnen auf der gleichen Wellenlänge zu schwingen. Wir gehen davon aus, dass sich interpersonelle biobehaviorale Synchronität als ein zentraler Mechanismus herausstellen wird, der den Erfahrungen junger Kinder mit sozialer Verbundenheit und positiven Beziehungen sowohl in ihren Familien als auch mit Gleichaltrigen zugrunde liegt. Basierend auf den wissenschaftlichen Erkenntnissen werden Leitlinien entwickelt, die Strategien zur Förderung des sozialen Wohlbefindens in dieser wichtigen Übergangsphase im Leben von Kindern aufzeigen werden.
- Universität Wien - 100%