Werkzeuge für Modelle einer nachhaltigen Wirtschaft
A toolbox of models of a sustainable economy
Wissenschaftsdisziplinen
Andere Agrarwissenschaften (25%); Biologie (25%); Geowissenschaften (25%); Wirtschaftswissenschaften (25%)
Keywords
-
Nachhaltige Wirtschaft,
Agrarsektormodellierung,
Biodiversität,
Ländliche Entwicklung,
Makromodellierung,
Klimaänderung
Erweiterungen und Ergänzungen des Systems der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung (VGR) sind nötig, um dieses Rechenwerk als sinnvolles Monitoring- und Analyse-Werkzeug in einer nachhaltigen Wirtschaft zu verankern. Für Österreich liegen erweiterte Kennzahlen von Wohlstand und Lebensqualität vor, bisher blieb allerdings die Verortung im Raum außer Acht und der ländliche Raum spielte keine Rolle. Was fehlt, ist ein Werkzeug - besser eine Werkbank mit fein aufeinander abgestimmten Spezialwerkzeugen - um Kernfragen der nachhaltigen Entwicklung in einem räumlichen Kontext zu untersuchen. Zudem fanden Veränderungen der belebten natürlichen Umwelt bisher nur ungenügend Eingang in die Wohlstandsmessung. Ein zentrales Ziel des Forschungsvorhabens ist es, auf regionaler Ebene Wechselwirkungen zwischen der Wirtschaft und der Umwelt zu beschreiben, zu messen und aus dem Blickwinkel der Nachhaltigkeit ökonomisch sowie ökologisch zu bewerten. Dazu werden das Agrarsektormodell PASMA und das makroökonomisches Modell PROMETEUS mit bio-physikalischen Umweltindikatoren ergänzt. Der methodische Ansatz ist die integrierte Modellierung von ökonomischen und ökologischen Zusammenhängen unter Einsatz von Indikatoren der Biodiversität. Die Nutzung der Fläche durch den Menschen ist die wichtigste Schnittstelle, an der die im Projekt eingesetzten Modelle und Methoden ansetzen. Die Betrachtungsebene ist ganz Österreich, jedoch regional möglichst tief disaggregiert (Ziel ist die Gemeindeebene). Die konkreten Forschungsfragen werden im Rahmen eines partizipativen Prozesses formuliert, in den nationale und internationale Gutachterinnen und Gutachter eingebunden sind. Zur Zielgruppe zählen neben der Forschungsgemeinschaft Partnerinnen und Partner im Bildungsbereich, Bäuerinnen und Bauern und die interessierte Öffentlichkeit. Auf Fragen, die bisher in der Nische der Nachhaltigkeitsforschung behandelt wurden, sollen überzeugende Antworten geliefert werden, die auch für andere Forschungsfelder relevant sind. Anwendungsfelder und exemplarische Fragestellungen, die im Rahmen des Projekts beantwortet werden können, sind: Politikberatung: Wie wirken sich Maßnahmen des Programms der Ländlichen Entwicklung auf Indikatoren der Biodiversität und auf die Wertschöpfung in verschiedenen Sektoren aus? Nachhaltiger Konsum: Unterscheiden sich die Reaktionen ländlicher und nicht-ländlicher Haushalte, wenn Anreize für einen nachhaltigen Konsum wirksam werden? Biodiversität und Flächenkonkurrenz: Wie groß wird der Druck auf wirtschaftlich `marginale`, ökologisch aber `wertvolle` Flächen, wenn vermehrt Kraftstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen im Inland erzeugt werden? Klimaänderung: Welche kleinräumigen Auswirkungen auf Flächennutzungen und Nährstoff-, Kohlenstoff- und Wasserkreisläufe sind in zwei bis drei Jahrzehnten zu erwarten?
Erweiterungen und Ergänzungen des Systems der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung (VGR) sind nötig, um dieses Rechenwerk als sinnvolles Monitoring- und Analyse-Werkzeug in einer nachhaltigen Wirtschaft zu verankern. Für Österreich liegen erweiterte Kennzahlen von Wohlstand und Lebensqualität vor, bisher blieb allerdings die Verortung im Raum außer Acht und der ländliche Raum spielte keine Rolle. Was fehlt, ist ein Werkzeug - besser eine Werkbank mit fein aufeinander abgestimmten Spezialwerkzeugen - um Kernfragen der nachhaltigen Entwicklung in einem räumlichen Kontext zu untersuchen. Zudem fanden Veränderungen der belebten natürlichen Umwelt bisher nur ungenügend Eingang in die Wohlstandsmessung. Ein zentrales Ziel des Forschungsvorhabens ist es, auf regionaler Ebene Wechselwirkungen zwischen der Wirtschaft und der Umwelt zu beschreiben, zu messen und aus dem Blickwinkel der Nachhaltigkeit ökonomisch sowie ökologisch zu bewerten. Dazu werden das Agrarsektormodell PASMA und das makroökonomisches Modell PROMETEUS mit bio-physikalischen Umweltindikatoren ergänzt. Der methodische Ansatz ist die integrierte Modellierung von ökonomischen und ökologischen Zusammenhängen unter Einsatz von Indikatoren der Biodiversität. Die Nutzung der Fläche durch den Menschen ist die wichtigste Schnittstelle, an der die im Projekt eingesetzten Modelle und Methoden ansetzen. Die Betrachtungsebene ist ganz Österreich, jedoch regional möglichst tief disaggregiert (Ziel ist die Gemeindeebene). Die konkreten Forschungsfragen werden im Rahmen eines partizipativen Prozesses formuliert, in den nationale und internationale Gutachterinnen und Gutachter eingebunden sind. Zur Zielgruppe zählen neben der Forschungsgemeinschaft Partnerinnen und Partner im Bildungsbereich, Bäuerinnen und Bauern und die interessierte Öffentlichkeit. Auf Fragen, die bisher in der Nische der Nachhaltigkeitsforschung behandelt wurden, sollen überzeugende Antworten geliefert werden, die auch für andere Forschungsfelder relevant sind. Anwendungsfelder und exemplarische Fragestellungen, die im Rahmen des Projekts beantwortet werden können, sind: Politikberatung: Wie wirken sich Maßnahmen des Programms der Ländlichen Entwicklung auf Indikatoren der Biodiversität und auf die Wertschöpfung in verschiedenen Sektoren aus? Nachhaltiger Konsum: Unterscheiden sich die Reaktionen ländlicher und nicht-ländlicher Haushalte, wenn Anreize für einen nachhaltigen Konsum wirksam werden? Biodiversität und Flächenkonkurrenz: Wie groß wird der Druck auf wirtschaftlich `marginale`, ökologisch aber `wertvolle` Flächen, wenn vermehrt Kraftstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen im Inland erzeugt werden? Klimaänderung: Welche kleinräumigen Auswirkungen auf Flächennutzungen und Nährstoff-, Kohlenstoff- und Wasserkreisläufe sind in zwei bis drei Jahrzehnten zu erwarten
- Ortner Günter, Bundesland Kärnten , nationale:r Kooperationspartner:in
- Josef Resch, Bundesministerium , nationale:r Kooperationspartner:in
- Gerhard Streicher, Joanneum Research , nationale:r Kooperationspartner:in
- Hubert Pfingstner, Sonstige Forschungs- oder Entwicklungseinrichtung d.Bd , nationale:r Kooperationspartner:in
- Klaus Thien, Sonstige Forschungs- oder Entwicklungseinrichtung d.Bd , nationale:r Kooperationspartner:in
- Peter Weingarten, Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL) - Deutschland
- Stephan Ortner, Academia Europea Bozen - Italien
- Eva Spehn, University of Bern - Schweiz
- Emil Erjavec, University of Ljubljana - Slowenien