Regionale Entwicklungspartnerschaft
Regional development partnership
Wissenschaftsdisziplinen
Andere Geisteswissenschaften (10%); Andere Sozialwissenschaften (10%); Humangeographie, Regionale Geographie, Raumplanung (40%); Wirtschaftswissenschaften (40%)
Keywords
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Entwicklungszusammenarbeit,
Regionalentwicklung,
Regional Governance,
Interkulturelles Wissensmanagement,
Kultur der Nachhaltigkeit
Im Mittelpunkt stehen drei zentrale Werte der Region NÖ-Mitte, die im Zuge eines regionalen partizipativen Prozesses erarbeitet wurden: Solidarität, Verantwortung und Weltoffenheit. Im Projekt wird beleuchtet, was diese Werte für die konkrete Arbeit in der Regionalentwicklung bedeuten, und welche Rolle dabei eine Partnerschaft zwischen zwei unterschiedlichen Regionen spielen kann. Die Forschungsfragen des Vorhabens sind daher: Wie können globale Werte wie Solidarität, Verantwortung und Weltoffenheit regional stärker verankert werden? Welche Rolle kann dabei eine globale Partnerschaft zwischen einer Region in NÖ und einer Region in einem Entwicklungsland spielen? Wie muss der Wissensaustausch im Rahmen dieser Partnerschaft gestaltet sein, damit diese grundlegenden Werte einer nachhaltigen Entwicklungen in beiden betrachteten Regionen zu einem integrativen Bestandteil der Regionalentwicklungsarbeit werden können? Modellentwicklung "Regionalentwicklungszusammenarbeit" Das primäre Ziel des Projektes ist die Erarbeitung eines Modells für eine "Regionalentwicklungspartnerschaft". Diese Partnerschaft bildet den organisatorischen Kern für den Austausch von Wissen über nachhaltige Regionalentwicklung, für die Diffundierung von gemeinsamen Werten der Nachhaltigkeit in den beiden Regionen sowie für die Durchführung von entsprechenden konkreten Projekten. Das Modell soll als Best-Practice-Beispiel für andere Regionen Vorbildwirkung haben und diese dazu anregen, die regionale Selbstkompetenz zu stärken, um sowohl für die eigene Region, als auch die Welt Verantwortung zu übernehmen. Besonders angesprochen wird der Aspekt des internationalen Erfahrungsaustausches zwischen zwei Regionen mit unterschiedlichen Herausforderungen und Bedürfnissen, aber ähnlichen Zielsetzungen: das Well-being in den Regionen zu fördern. Der Zusammenhang zwischen Nachhaltigkeit und Entwicklungszusammenarbeit soll erlebbar gemacht werden. Das Kommunikations- und Wissensaustauschmodell wird aus der Perspektive von Regional Governance, der Kultur der Nachhaltigkeit und dem Konzept der Lernenden Regionen erarbeitet. Die Generierung neuer Erkenntnisse erfolgt im Dialog und in der Kommunikation mit sozialen AkteurInnen: Wissenschaft und regionales Wissen der AkteurInnen werden dialogisch verbunden. Dieser Zugang der Erzeugung von Wissen basiert auf dem Ansatz der interactive research, in welchem Wissen gemeinsam, d.h. von regionalen AkteurInnen, WissenschaftlerInnen und ProzessbegleiterInnen in einem kommunikativen Prozess erarbeitet wird.
- Regionalverband noe-mitte - 100%