Wissenschaftsdisziplinen
Kunstwissenschaften (100%)
Keywords
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Contemporary Performance,
Dressage,
Animals,
Marxist Analysis,
Feminist Theory,
Post Humanist Theory,
Das Buch blickt durch eine produktive interdisziplinäre Linse, die sich aus Kunstgeschichte, Performance und Animal Studies zusammensetzt, um sich Fragen der politischen Ökonomie anzunähern, anthropomorphe Weltanschauungen zu kritisieren, und Gedanken über die Natur von Tieren und Menschen anzuregen, die Impulse für eine innovative Performanceästhetik und -ethik geben. Es kombiniert marxistische Analyse mit feministischen und posthumanen Methoden, um die Beziehung zwischen gesellschaftlicher Dressur und körperlicher Animalität zu analysieren, die Menschen und Tiere teilen. Innerhalb dieses originellen theoretischen Rahmens entwickelt das Buch das Konzept der dressierten Animalität als einen Modus der Kritik, um die soziale und politische Funktion interdisziplinärer Formen von zeitgenössischen Performances zu analysieren. Aufbauend auf Archiv- und Primärforschung theoretisiert und historisiert das Buch mehr als 15 Performancepraktiken, in denen Animalität allegorisch durch von Menschen getanzte, echte oder filmisch vermittelte Tiere inszeniert wird. Der Schwerpunkt liegt auf Rose Englishs bahnbrechendem Ansatz zur Performance sowie auf übersehenen Performances anderer bekannter und unbekannteren amerikanischen (Mike Kelley/Kate Foley, Robert Morris, Bruce Nauman, Yvonne Rainer, Diana Thater), britischen (Mark Wallinger, Rose English), und europäischen Künstler (Tamara Grcic, Judith Hopf, Joseph Beuys, Bartabas) von den späten 1960er bis in die späten 2010er Jahre. Während verschiedene Arten künstlerischer Praxis als Formen der Kritik eingestuft werden (z. B. Protestkunst, interventionistische Strategien, Institutionskritik), entwirft das Buch eine originelle Performancetheorie in der Kunst, die zeigt, dass zeitgenössische künstlerische Performances auch eine Kritik gesellschaftlicher Dressur aufgreifen können. Diese Studie wird von Interesse sein für Studierende und Wissenschaftler*innen der Kunstgeschichte, des Theaters, Tanzes, der Performance Studies, und der Ökologie sowie für Künstler*innen und Kurator*innen, die mit Performance arbeiten.
- Stadt Wien - 100%