Österreichischer Sachstandsbericht Klimawandel 2014
Austrian Assessment Report 2014 of the APCC
Wissenschaftsdisziplinen
Andere Agrarwissenschaften (20%); Andere Sozialwissenschaften (20%); Andere Technische Wissenschaften (20%); Geowissenschaften (40%)
Keywords
-
National Assessment Report,
Adaption,
Climate Change,
Mitigation,
APCC,
Research Needs
Ziele: Erstellung eines konsolidierten Überblicks über den Stand des Wissens zum Klimawandel in Österreich mit möglichen Handlungsstrategien das Zusammenführen von Forschungserkenntnissen und die Stärkung ihrer Robustheit die Stärkung der österreichischen Klimawandel-Forschungsgemeinde das Aufzeigen des Forschungsbedarfs, eventuell als Basis für eine österreichische Research Agenda das Schaffen von Grundlagen für EntscheidungsträgerInnen und die Entwicklung einer einschlägigen Literatur- und Datensammlung. Hintergrund und Motivation Die IPCC Sachstandsberichte stellen eine weithin akzeptierte und verlässliche Grundlage für politische Entscheidungsfindung in Zusammenhang mit dem Klimawandel dar. Die darin vorgelegten, großflächigen Analysen sind jedoch nicht in der Lage, hinreichend auf geographische und topographische Spezifika einzugehen. Diese üben jedoch einen beträchtlichen Einfluss auf das lokale Klima aus. Regionale kulturelle Gegebenheiten prägen auch gesellschaftliche und ökonomische Treiber und beeinflussen damit u.a. Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel. Die österreichische Klimaforschung zeichnet sich durch einen hohen Grad an Perspektiven- und Methodenvielfalt sowie durch spezifische, lokal verortete Expertise aus. Der AAR14 des APCC fasst das bereits vorhandene Wissen über den Klimawandel in Österreich zusammen. Zugleich hat die gemeinsame Arbeit an dem Projekt für wissenschaftlichen Austausch und Wissenskonsolidierung innerhalb der Community geführt. Begleitet wurde dieser Prozess von einem externen Review und Stakeholderpartizipation. Der Bericht legt den wissenschaftlich gesicherten Kenntnisstand für Österreich kohärent dar und macht ihn Entscheidungsträgern und der interessierten Öffentlichkeit zugänglich. Er wird eine wichtige Entscheidungsgrundlage für den öffentlichen und privaten Sektor sowie einen Wissensfundus für akademische Institutionen schaffen. Der erste österreichische Sachstandsbericht wird voraussichtlich im Sommer 2014 veröffentlicht, nach der Herausgabe des 5. Sachstandsberichts des IPCC Arbeitsgruppen I bis III. Austrian Panel on Climate Change (APCC) Der APCC ist ein vom Klima- und Energiefonds finanziertes Projekt, dessen Ziel es ist, einen Österreichischen Assessment Report (AAR14) auf Basis der vorhandenen Forschung zum Klimawandel für Österreich, seinen Folgen und deren Vermeidung-, Anpassungs- und Emissions-Minderungsoptionen zu erstellen. Die zum Thema Klimawandel forschenden österreichischen WissenschafterInnen haben in einem dreijährigen Prozess nach dem Muster der IPCC Assessment Reports einen Sachstandsbericht zum Klimawandel in Österreich erstellt. Mehr als 200 WissenschafterInnen stellen in einem umfangreichen Werk gemeinsam dar, was über den Klimawandel in Österreich, seine Folgen, Minderungs- und Anpassungmaßnahmen, sowie zugehörige politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Fragen bekannt ist. Das Austrian Climate Research Program (ACRP) des Klima- und Energiefonds hat die Arbeit durch Finanzierung koordinativer Tätigkeiten und Sachleistungen ermöglicht. Die inhaltliche Arbeit wurde von den Forscherinnen und Forschern unentgeltlich geleistet. Das APCC steht in enger Verbindung mit dem Climate Change Center Austria. Der AAR14 ist an die Sachstandsberichte des IPCC angelehnt. Er besteht aus 3 Bänden, denen jeweils 3-4 Co- Chairs vorstehen. Die Kapitel der Bände werden in der Regel durch 2 Coordinating Lead Authors (CLA) erarbeitet, die zusätzlich die Beiträge der Lead Authors (LA), Contributing Authors (CA) koordinieren. Organisator und Projekteinreicher ist das Organizing Committee (N. Nakicenovic/TU Wien, H. Kromp- Kolb/BOKU; K. Steininger/Wegener Center Universität Graz). Dem Scientific Advisory Board(SAB) steht Jill Jäger (SERI) vor. Der externe Review wird vom IIASA unter der Leitung von K. Riahi durchgeführt Der Reviewprozess des APCC-Reports basiert auf vergleichbaren Vorgangsweisen bei ähnlichen Reports, z.B. dem IPCC oder GEA (Global Energy Assessment). Wie beim IPCC werden auch beim APCC unabhängige Review Editors hinzugezogen, welche den gesamten Prozess prüfen und überwachen. Dies beinhält auch die Genehmigung und Zustimmung der vorgenommenen Korrekturen durch die VerfasserInnenteams bezugnehmend auf die Reviewkommentare. Von den Review Editors wird erwartet, dass sie Ihre Zustimmung oder Affidavit geben, dass der Reviewprozess gemäß der vorgesehenen Regeln durchgeführt wurde. Der APCC-Review unterscheidet sich insofern vom IPCC, als die einzelnen Reviewer hier anonym bleiben. Kurzinformationen 3 Bände und 17 Kapitel 36 CLAs und 250 Autoren insgesamt 100 Reviewer 17 Review Editoren Seiten: ca. 1100, Abbildungen: ca. 200 und Tabellen: ca. 80 Organisationskomitee Helga Kromp-Kolb, Nebojsa Nakicenovic, Karl Steininger Koordinierende LeitautorInnen Bodo Ahrens, Ingeborg Auer, Andreas Baumgarten, Birgit Bednar-Friedl, Josef Eitzinger, Ulrich Foelsche, Herbert Formayer, Clemens Geitner, Thomas Glade, Andreas Gobiet, Reinhard Haas, Helmut Haberl, Leopld Haimberger, Regina Hitzenberger, Martin König, Helga Kromp-Kolb, Manfred Lexer, Wolfgang Loibl, Romain Molitor, Hanns Moshammer, Hans-Peter Nachtnebel, Franz Prettenthaler, Klaus Radunsky, Hans Schnitzer, Wolfgang Schöner, Petra Seibert, Sigrid Stagl, Robert Steiger, Johann Stötter, Ulrich Strasser, Wolfgang Streicher, Wilfiried Winiwarter Co-Chairs Band 1: Andreas Gobiet, Helga Kromp-Kolb Band 2: Herbert Formayer, Franz Prettenthaler, Hans Stötter, Band 3: Angela Köppl, Nebojsa Nakicenovic, Jürgen Schneider, Karl Steininger Review EditorInnen Brigitte Bach, Sabine Fuss, Dieter Gerten, Martin Gerzabek, Peter Houben, Carsten Loos, Herman Lotze-Campen, Fred Luks, Wolfgang Mattes, Sabine McCallum, Urs Neu, Andrea Prutsch, Mathias Rotach