Der Verein der Schriftstellerinnen und Künstlerinnen in Wien
Association of Female Authors and Artists in Vienna
Wissenschaftsdisziplinen
Andere Geisteswissenschaften (50%); Humangeographie, Regionale Geographie, Raumplanung (10%); Philosophie, Ethik, Religion (10%); Soziologie (30%)
Keywords
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Femal Authors,
Female Artists,
Social Association,
Late 19Th Century,
Viennese Modern Age
Am Abend des 1. April des Jahres 1885 gründeten in Wien kunstschaffende Frauen den Verein der Schriftstellerinnen und Künstlerinnen in Wien um sich damit ein soziales Netzwerk zu errichten, das ihnen neben materieller Absicherung bei Not, Krankheit und Alter auch ein Forum der Förderung und Anregung bieten konnte. In dem ersten Abschnitt der vorliegenden Arbeit wird der frühe, den emanzipatorischen und sozialen Bewegungen des ausgehenden 19. Jahrhunderts zuzuzählende Verein in seinen kulturellen, ökonomischen und politischen Beziehungsgeflechten dargestellt. Beruhend auf vereinsbezogene Berichte, Ego-Dokumente aus dem Fundus von Mitgliedern wie Tagebüchern und unveröffentlichte Briefe liegt der Fokus auf den Bemühungen der in sozialer und künstlerischer Hinsicht höchst unterschiedlichen Mitglieder um Einigkeit, auf ihren inneren und äußeren Orientierungsbestrebungen, ihren Erfolgen, aber auch Verhinderungen und ihrem Scheitern. Hierbei wird der Bogen über 35 Jahre Vereinsleben gespannt: von der Gründungsphase über die Errichtung des vereinseigenen Pensionsfonds und seinem Regelwerk als die zentralen Momente des Bemühens, ihre Teilnahme an den kulturellen, sozialen und politischen Bewegungen bis hin zu dem stetigen Aushöhlungsprozesses, der mit den Kriegsereignissen einherging. Der Zusammenbruch der alten Ordnung nach dem Ersten Weltkrieg markiert auch das Ende einer in personeller wie programmatischer Hinsicht homogenen Vereinsgeschichte. In einem zweiten Abschnitt ist der Blick auf einzelne soziale Akteurinnen des Vereins gerichtet, hier werden Berührungspunkte zum VSKW und seinem Umfeld im Zusammenhang eines Lebens erkundet. Die Auswahl der in diesem biographischen Abschnitt erfassten Schriftstellerinnen und Künstlerinnen erfolgte nach Gesichtspunkten ihrer Leistung und Bedeutung für den Verein - beispielsweise Gründungspersönlichkeiten oder Präsidentinnen - aber auch im Hinblick auf ihren (Un-)Bekanntheitsgrad. An die biographischen Studien angeschlossen ist ein lexikalisches Verzeichnis der 151 dem Verein im Untersuchungszeitraum beigetretenen ordentlichen Mitglieder mit ihren Stammdaten, sowie ihrer zeitlichen und funktionellen Präsenz im VSKW.
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