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Jahrbuch des Kunsthistorischen Museums Wien, Band 15

Jahrbuch des Kunsthistorischen Museums Wien, Vol. 15

Franz Pichorner (ORCID: )
  • Grant-DOI 10.55776/PUB248
  • Förderprogramm Buchpublikation
  • Status beendet
  • Bewilligungssumme 14.000 €
  • Projekt-Website

Wissenschaftsdisziplinen

Andere Geisteswissenschaften (10%); Geschichte, Archäologie (80%); Kunstwissenschaften (10%)

Keywords

    Source edition, Museology, Cultural History, Art History

Abstract

Jahrbuch des Kunsthistorischen Museums Wien und Inhaltsangabe zu Bd. 15 (Bd. 107 der gesamten Reihe) Das Jahrbuch des Kunsthistorischen Museums Wien ist eines der ältesten, bis heute kontinuierlich erscheinenden kunst- und kulturgeschichtlichen Periodika eines Museums. Der erste Band erschien 1882 (mit Datierung 1883) unter dem Titel Jahrbuch der kunsthistorischen Sammlungen des Allerhöchsten Kaiserhauses. Bis zum Jahr 1925 lagen 36 Bände vor. 1926 wurde eine Neue Folge mit dem schon ab 1920 gewählten Titel Jahrbuch der kunsthistorischen Sammlungen in Wien begonnen. 1999 kam es anlässlich der Umwandlung des Museums in eine Wissenschaftliche Anstalt öffentlichen Rechts zum aktuellen Titel. Der gegenwärtig letzte Band erschien 2012 mit der Nummer 13/14; er ist Band 105/106 der gesamten Reihe. Das Jahrbuch geht zurück auf einen Beschluss Kaiser Franz Josephs I., der im Zuge des von ihm 1876 genehmigten Generalprogramms zur systematischen Organisation der bis dahin verstreuten Sammlungen des Kaiserhauses auch die Herausgabe eines wissenschaftlichen Organs seiner Sammlungen in Form eines Jahrbuchs veranlasste. Das Jahrbuch datiert daher geraume Zeit vor der Eröffnung des Museumsneubaues am Ring (1891), der dann den Großteil der historischen, über die Jahrhunderte gewachsenen, hinsichtlich ihrer Vielfalt, Qualität und Quantität einzigartigen Bestände vereinigen sollte. Im Vorwort des ersten Bandes wurden die bis heute berücksichtigten Richtlinien der neu gegründeten Publikationsreihe dargelegt: Historisch kritische Abhandlungen sollten sich der Erforschung der Gegenstände der kaiserlichen Haussammlungen widmen, desgleichen Quellen zu deren Geschichte sowie zu den Kunstbestrebungen des Kaiserhauses herausgegeben werden. Damit initiierte das Museum von Anfang an, bedingt durch seine lange Geschichte und seinen Verflechtungen mit dem Herrscherhaus, jene quellenkritische kunst und kulturhistorische Grundlagenforschung, die in streng wissenschaftlicher Form bis heute fortgesetzt wird. Aufgrund der herausragenden Bedeutung dieses Periodikums, das durch seine Quelleneditionen zugleich den Charakter eines Nachschlagwerkes besitzt, wurden die Bände 1-36 in den 1980-Jahren von der Akademische Druck- und Verlagsanstalt Wien und vom Verlag Johnson Reprint Corporation New York- London nachgedruckt. Die Bibliothek der Universität Heidelberg machte schließlich diese Bände auf ihrer Website unter der Adresse http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/jbksak online zugänglich. Der geplante 15. Band setzt die für das Jahrbuch so maßgebliche Quellen- und Grundlagenforschung fort. Der große Umfang der hier vorliegenden Quellen lässt es zweckmäßig erscheinen, diesen Band (abweichend von der etablierten zweiteiligen Form) ausschließlich der Herausgabe der Schriftquellen zu widmen. Die Edition betrifft hauptsächlich die Oberstkämmereramtsakten des Österreichischen Staatsarchivs für den Zeitraum von 1777 bis 1787 und bildet die Fortsetzung der Bearbeitung dieses Archivbestandes von Heinrich Zimmermann im Jahrbuch 1903, die die Zeit von 1744 bis 1776 umfasst; zu letzterer wird nun auch ein Nachtrag erstellt. Maßgeblich für die hier vorgenommene Auswahl der Schriftquellen ist ihre Relevanz hinsichtlich eines möglichst breiten Spektrums von kunst-, kultur- und sozialgeschichtlichen Fragestellungen, sowie von interdisziplinären Forschungsansätzen zu diesem in die Aufklärung fallenden Zeitabschnitt. In diese Umschwungsphase fällt die folgenschwere Entscheidung zur Öffnung der kaiserlichen Sammlungen für das Publikum und damit in Österreich die Geburtsstunde des Museums als einer der Öffentlichkeit zugänglichen Institution mit weitreichenden Veränderungen u. a. für die Präsentation der Objekte sowie die Erstellung gedruckter, in den Handel gebrachter Kataloge. Die hier erstmals systematisch erfassten und größtenteils bislang unbekannten Archivalien bieten die Grundlage für eine weitere Erforschung der einzelnen Sammlungen, deren wechselnde Örtlichkeiten und der dort verwahrten bzw. zur Schau gestellten Objekte sowie der Tätigkeit des Sammlungspersonals und der Hofkünstler, womit sich differenzierte Einblicke in das kulturelle Leben am Wiener Hof zur Zeit Maria Theresias und Josephs II. ergeben. In dem kürzlich erschienenen, von Gudrun Swoboda herausgegebenen und vom FWF geförderten Doppelband Die kaiserliche Gemäldegalerie in Wien und die Anfänge des öffentlichen Kunstmuseums (2013) konnten bereits mehrere der neu erfassten Quellen verwertet werden. Antragsteller Dr. Franz Pichorner Stellvertretender Generaldirektor Direktor des Archivs Generalsekretariat & Publikationen Wien, 17. Februar 2014 Seite 2 von 2

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