V.E. Frankl, Bd. 5: Psychotherapie, Psychiatrie und Religion
V.E. Frankl, Psychotherapy, Psychiatry and Religion
Wissenschaftsdisziplinen
Philosophie, Ethik, Religion (33%); Psychologie (67%)
Keywords
-
Logotherapy,
Psyhotherapy,
Existential Analysis,
Religion,
Psychiatry
1) Titel des Antrages: V. E. Frankl, Bd. 5: Psychotherapie, Psychiatrie und Religion 2) Inhalt der Publikation: Der fünfte Band der Edition der Gesammelten Werke von Viktor E. Frankl vereint Frankls Arbeiten über die Beziehung zwischen Psychologie, Psychotherapie und Psychiatrie einerseits und Religiosität und Spiritualität andererseits. Die in diesem Band gesammelten Texte sind verstreut erschienen und werden hier in fünf Kategorien eingeteilt, die jeweils einem Teil des Buches zugeordnet sind. Da sind zuerst jene Arbeiten, in denen Frankl sein Hauptaugenmerk auf die psychologischen und existentiellen Grundlagen der Sinnfrage richtet. Die zweite Textkategorie befasst sich mit dem Verhältnis zwischen priesterlicher und ärztlicher Seelsorge; die dritte Kategorie besteht aus dem exklusiv der gegenständlichen Frage gewidmeten Werk Der unbewusste Gott, in dem Frankl unter anderem seine anthropologische These einer unbewussten Religiosität systematisch darlegt. In der vierten Kategorie von Texten findet man Gespräche und zum Teil persönliche Bekenntnisse Frankls, die das Grenzgebiet zwischen Religiosität und Psychologie ausloten. Grundlegend ist hier der mit Pinchas Lapide im Jahr 1984 geführte Dialog, der unter dem Titel Gottsuche und Sinnfrage erschienen ist. Der fünfte Teil des Bandes beinhaltet Texte, in denen Religion und Religiosität im engeren Sinne analysiert und diskutiert werden. 3) Was ist das Neue/Besondere daran? Auch die Texte dieses Bandes stellen unter Beweis, dass Viktor E. Frankl durch sein ganzes Berufsleben hindurch Psychiater und Neurologe geblieben ist. Im Kontext seiner sinnzentrierten Psychotherapie hält er sich oft im Grenzgebiet zwischen Medizin und Weltanschauung auf. Vermeintliche Grenzüberschreitungen geschehen nur, wenn er als Privatperson zu weltanschaulichen Fragen Stellung bezieht und sind daher auch im eigentlichen Sinne weniger Grenzüberschreitungen als persönliche Stellungnahmen, die aber wiederum Einsicht zu geben vermögen in die Ideenwelt Viktor Frankls. Die in diesem Band enthaltenen Schriften sind in Hinsicht auf die Rezeption des Werkes Viktor E. Frankls, jenseits der Forschung in Psychologie und Psychotherapiewissenschaft, als ideengeschichtliches Zeugnis europäischer, v. a. auch österreichischer Strömungen des zwanzigsten Jahrhunderts von außenordentlicher Bedeutung.