Die Regesten des Kaiserreiches unter Friedrich I. Lief. 5
The Regesta of the Empire under Frederick I, part 5
Wissenschaftsdisziplinen
Geschichte, Archäologie (100%)
Keywords
-
Medieval History,
Frederick Barbarossa,
Records and Sources,
Holy Roman Empire
Mit den Arbeiten an den Regesten des Kaiserreiches unter Friedrich I wurde vor mehr als 40 Jahren, 1975, begonnen. War der Bearbeiter zunächst (Bd. 1) noch mit einem zweiten Autor gemeinsam tätig gewesen, zeichnete er für die Erstellung der Teilbände 24 allein verantwortlich. Diese die Teilbände erschienen 1980, 1991, 2001 und 2011, wobei die Verdoppelung der Intervalle nicht zum Geringsten auch aus der Reduzierung der Zahl an Bearbeitern resultierte. Inhaltlich finden sich in den vorliegenden vier Teilbänden sämtliche Überlieferungen in chronologischer Abfolge, wobei das Hauptgewicht auf den Regierungsjahren (ab 1152) liegt, aber auch die Jahre von seiner Geburt (1122) bis zur Königswahl erschlossen werden. Neben den Kaiserurkunden und den historiographischen Berichten sind auch Regesten von sogenannten Reichssachen, darunter hauptsächlich Urkunden fremder Aussteller mit Bezug auf das Wirken des Herrschers enthalten. Bei den von der Reichskanzlei ausgestellten Urkunden, den Diplomen, sind nach dem Vorbild der Diplomata-Edition der Monumenta Germaniae historica Überlieferungen wie Drucke angeführt, die sonstigen Überlieferungsarten werden durch Nennung der maßgeblichen Drucke erfasst. Knappe Kommentare mit Hinweisen auf die wichtigste wissenschaftliche Literatur zum jeweiligen Ereignis bzw. zur jeweiligen Quelle schließen das einzelne Regest ab. Mit dem 2011 veröffentlichten Teilband war die chronologische Reihenfolge der Quellensammlung und -erfassung abgeschlossen, insgesamt liegen 3471 Regesten von der Geburt bis zum Tod des Staufers vor. Der jetzt finalisierte fünfte Teilband schließt das Gesamtwerk ab. Er enthält eine ausführliche Einleitung mit entsprechenden Erläuterungen zu seinen wesentlichen Bestandteilen, wobei auch ein Überblick zu den jahrzehntelang gelaufenen Arbeiten geboten wird, die nicht zum Geringsten auch von grundlegenden technischen Veränderungen (EDV) geprägt waren. Als Hauptteile folgen dann Nachträge, die sich nach Abschluss der chronologischen Reihe noch ergeben haben, das Namenregister und die Bibliographie zu den Teilbänden 1 bis 4. Im Register, dem umfangmäßig größten Teil des Bandes, wurde die Identifizierung der genannten Personen wie die Lokalisierung sämtlicher Orte angestrebt. Es erschließt auch das geographisch weit gespannte Tätigkeitsfeld des staufischen Herrschers. Umspannt das Itinerar Barbarossas einen Raum zwischen Lübeck im Norden und Rom im Süden, Utrecht, Lyon und Avignon im Westen und Polen, Wien und Teile des Byzantinischen Reiches und Anatoliens im Osten, so reichen die in den Regesten vorkommenden Ortsnamen noch weit darüber hinaus. Die auf die Bibliographie folgenden Konkordanztafeln machen es möglich, die seit der Mitte des 19. Jahrhunderts verwendeten, unterschiedlichen Nummerierungen der Kaiserurkunden mit den Regestennummern der Regesta Imperii einfach in Beziehung zu setzen. Ein Abkürzungs- und Siglenverzeichnis beschließt Teilband 5. Erstmals ist damit nicht nur der gesamte Quellenbestand zu Kaiser Friedrich Barbarossas erfasst, sondern auch durch die erforderlichen Hilfsmittel, vor allem Register und Bibliographie, erschlossen. An diesem Vorhaben hat die Mediävistik seit dem 19. Jahrhundert gearbeitet. Die einschlägige Forschung kann in Zukunft auf einer festen Grundlage aufbauen.