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Transformationen städtischer Umwelt. Das Beispiel Linz

Transformation of urban environment. The case of Linz

Georg Stöger (ORCID: 0000-0001-8477-8335)
  • Grant-DOI 10.55776/PUB728
  • Förderprogramm Buchpublikation
  • Status beendet
  • Bewilligungssumme 10.000 €
  • Projekt-Website

Wissenschaftsdisziplinen

Geschichte, Archäologie (80%); Humangeographie, Regionale Geographie, Raumplanung (20%)

Keywords

    Urban History, Environmental History, Urban Metabolism, Urbanising Nature, Socionatural Impact

Abstract

Das Buch versucht zwei Bereiche der geschichtswissenschaftlichen Forschung miteinander zu verbinden Stadtgeschichte und Umweltgeschichte. Thema sind die langfristigen Veränderungen städtischer Umwelt im 18. und 19. Jahrhundert, was am Beispiel der Stadt Linz (Oberösterreich) untersucht wird. Mit ca. 12.000 Einwohner/innen um 1700 und ca. 50.000 Einwohner/innen um 1900 kann man Linz zu einer mittelgroßen Stadt zählen, was auch die Einbeziehung bislang noch selten verwendeter Quellen ermöglich. Noch ist zu den langfristigen Veränderungen städtischer Umwelt vor dem 20. Jahrhundert wenig bekannt die meisten geschichtswissenschaftlichen Studien haben sich auf einzelne Umweltthemen (z.B. Wasserversorgung und Abwasserentsorgung, Umweltbe lastungen und Hygiene) konzentriert und sich mehrheitlich für die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts, die Hochphase der Urbanisierung und Industrialisierung in Mittel - und Westeuropa und auch eher für Großstädte interessiert. Das Buch nimmt eine breite und systematische Perspektive ein und ist in drei Hauptteile gegliedert: Betrachtet werden 1) der Stoffwechsel (Metabolismus) der Stadt in den Bereichen Wasser, Energie und Material, 2) städtische und stadtnahe Natur wie die Donau und Grünräume sowie 3) der Einfluss von naturbedingten Krisen (Seuchen, Hungersnöte und Naturgefahren) auf das städtische Alltagsleben. Dabei wird stark nach den Akteuren und derem Handeln gefragt. Die Ergebnisse der Untersuchung deuten trotz grundlegender Veränderungen auf wesentliche Kontinuitäten in zahlreiche Bereichen städtischer Umwelt hin. Viele umweltbezogene Entscheidungen blieben ökonomisch geprägt, viele Maßnahmen etwa bei Epidemien und Naturgefahren waren waren noch im ausgehenden 19. Jahrhundert reaktiv. Stark verändert haben sich aber die Akteure: Im Verlauf des 19. Jahrhunderts wurde die Stadtverwaltung zunehmend gestalterisch aktiv und sie besaß dazu aufgrund der gestiegenen Steuereinnahmen auch größere finanzielle Mittel.

Forschungsstätte(n)
  • Universität Salzburg - 100%

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