Wissenschaftsdisziplinen
Geschichte, Archäologie (30%); Philosophie, Ethik, Religion (10%); Sprach- und Literaturwissenschaften (60%)
Keywords
Empire,
Early Middle Ages,
Roman Empire,
Caliphate,
Byzantium,
Carolingian Empire
Abstract
Dieses Buch behandelt die Frage, welche Wirkung Imperien auf kleinere Gemeinschaften
hatten ethnische Verbände, religiöse Gruppen, lokale oder periphere Bevölkerungen.
Wie wurdendiese unterschiedlichen Gemeinschaften in den umfassenderen
Zusammenhang des Imperiums integriert, und in welchen Situationen entstanden Brüche
zwischen dem Imperium und seinen Bestandteilen? Wie verstärkten (oder untergruben)
religiöse Diskurse oder Praktiken imperiale Ansprüche? Wie beeinflusste dieser Prozess
die Konstruktion von Identitäten? Der zeitliche Rahmen ist ungefähr die Periode vom 5.
bis zum 10. Jahrhundert n.Chr., eine Zeit besonderer imperialer Dynamik in Europa und
dem Mittelmeerraum. Während das Römische Reich schrittweise zerfiel, erwiesen sich
seine byzantinischen Kernländer als überraschend widerstandsfähig. Die islamische
Expansion führte zu einer Abfolge von Kalifaten in einem weiten Bereich, den bisher das
sassanidische Persien und das Römerreich beherrscht hatten. Die Franken versuchten
eine Restauration des Weströmischen Imperiums, wenn auch nur mit beschränktem
Erfolg. Diese Periode ist daher außergewöhnlich gut geeignet, die Dynamik der
Expansion oder Erosion von Imperien und deren Interaktion mit kleineren
Gemeinschaften zu untersuchen.
Edited by Walter Pohl and Rutger Kramer