Siegel der Bischöfe der Salzburger Metropole, Band 1
Seals of bishops of the metropolis of Salzburg
Wissenschaftsdisziplinen
Andere Geisteswissenschaften (20%); Geschichte, Archäologie (30%); Philosophie, Ethik, Religion (50%)
Keywords
-
Seals,
Bischops,
Archbischops,
Metropolis,
Salzburg
Die vorliegende Publikation Siegel der Bischöfe der Salzburger Metropole ist das Ergebnis von zwei aufeinanderfolgenden FWF-Projekten (P22135 und P27122) und präsentiert die Siegel der Salzburger Erzbischöfe und der Bischöfe der Eigenbistümer Gurk, Chiemsee, Seckau, Lavant, sowie der neuzeitlichen Diözesen Leoben, Innsbruck und Feldkirch. Damit liegt erstmals eine umfassende Dokumentation aller bekannten bischöflichen Siegel dieses geographischen Raums vom ältesten erhaltenen Siegel des Salzburger Erzbischofs Friedrich I. (958- 991) bis in die Gegenwart vor, 819 Dokumente mit 750 Siegeln. Die Siegel sind fotografiert, zum Großteil gezeichnet und nach den Methoden der Sphragistik beschrieben. Die Publikation ist deshalb von eminenter Bedeutung, da Siegel als Erkennungszeichen einer Person oder Institution nicht nur Verschluss- oder Beglaubigungsmittel darstellen, Siegel sind Geschichtsquellen, Repräsentationsmittel und können auch Kunstwerke hohen Ranges sein. Im Siegelwesen kommt dabei den Bischofssiegeln aufgrund ihres hohen Alters und der reichen Überlieferung eine überragende Bedeutung zu. Hierbei nimmt das Salzburger Erzbistum aufgrund der geographischen Lage inmitten von Politik und Kunstwesen Europas eine bedeutende Stellung ein. Die Siegel spiegeln historische und kunsthistorische Entwicklungen wider. Beginnend mit den ersten Siegeln Salzburger Erzbischöfe sind in der über tausendjährigen Geschichte des Salzburger Siegelwesensikonographischinnovative und kunstgeschichtlich wertvolle Siegel entstanden. Die Kenntnis der Siegel und ihre Einordnung hat Bedeutung für die lokale Geschichtsforschung und Dokumentation, zumal immer wieder Siegel in Verlust geraten. Auf die Siegelsammlung können die Historischen Hilfswissenschaften, die Kunst- und Kirchengeschichte zurückgreifen. Die Publikation legt ein Stück Grundlagenforschung vor, das auch als Impuls für künftige Forschungen auf diesem Gebiet wirksam werden kann.
- Universität Graz - 100%