Wissenschaftsdisziplinen
Andere Geisteswissenschaften (25%); Geschichte, Archäologie (50%); Soziologie (25%)
Keywords
Skiing,
Sport,
National Socialism,
Collaboration,
Persecution,
Austria
Abstract
Die Geschichte des nationalsozialistischen Skilaufs in Österreich beginnt nicht erst mit dem Anschluss
im März 1938. Schon davor kann eine Hinwendung großer Teile des organisierten Skisports zum
Nationalsozialismus nachgezeichnet werden. Eine zunehmende Ideologisierung des Sports führte zu
einer Ausgrenzungspolitik im ÖSV, die in der Radikalität der NS-Diktatur seine Entsprechung fand.
Die vorliegende Forschungsarbeit beleuchtet Machtstrukturen und Handlungsspielräume des
österreichischen Skisports vor und während der NS-Diktatur und geht der Frage nach, inwieweit dieser
zum Träger des nationalsozialistischen Unrechts-Systems werden konnte. Im Fokus stehen besonders
die handelenden AkteurInnen, ihre individuellen Handlungs-, Beteiligungs- und Deutungsmuster.
Dabei erzählt die Publikation sowohl die Geschichte der TäterInnen als auch der Opfer, der
Ausgegrenzten und Verfolgten und befasst sich ebenso mit dem österreichischen Skisport in der
unmittelbaren Nachkriegszeit bis 1955 und wie dieser ungeachtet der NS-Verbrechen zu einer
nationalen Sportart und seine Aktiven zu HeldInnen stilisiert werden konnte.