Wissenschaftsdisziplinen
Geschichte, Archäologie (60%); Philosophie, Ethik, Religion (20%); Sprach- und Literaturwissenschaften (20%)
Keywords
Pre-Roman Celtic religion,
Romano-Celtic relegion,
Epigraphy,
Archaeology,
Icongraphy,
Interpretatio
Abstract
Diese zehnte Buchpublikation im Rahmen des ÖAW-Projekts Fontes epigraphici religionum Celticarum
antiquarum vertieft verschiedene Aspekte der religiösen Überlieferung keltischsprechender Bevölkerungen, von
Britannien und der Iberischen Halbinsel über Gallien und Germanien bis hin zum alten Italien und Dakien.
Es werden Vorurteile bezüglich der Ikonographie beseitigt (G. BAUCHHENSS), eine astronomische Struktur in
Segeda kontextualisiert (F. BURILLO MOZOTA, J. A. ARENAS ESTEBAN, M. P. BURILLO CUADRADO),
der Pfeiler der nautae Parisiaci auf eine neue hermeneutische Basis gestellt (P. SCHERRER), Keltischsprecher im
europäischen Osten ausfindig gemacht (N. GAVRILOVIC); es werden z. T. revidierte Lesungen etlicher
Votivinschriften und Götternamen präsentiert (J. GORROCHATEGUI, M. C. GONZLEZ RODRGUEZ, P.
LAJOYE) und theonymische Beinamen auf verschiedene Weisen durchleuchtet (P. Y. LAMBERT, B. RÉMY, X.
DELAMARRE), das Verhältnis zwischen Gottheiten und Ethnika hinterfragt (N. BECK), das Werden eines
Provinzialpantheons von den Inschriften in keltischer Sprache bis zur Römerzeit hin analysiert (P. DE
BERNARDO STEMPEL), die Kontinuität zwischen vorrömischer und romanokeltischer Religion in Frage gestellt
(W. SPICKERMANN), und eine altkeltische und später synkretistische Gottheit bis in die historische Überlieferung
der Kaiserzeit verfolgt (A. HOFENEDER). Die vielfältigen und geographisch durchaus unterschiedlich
ausfallenden synkretistischen Phänomene im Rahmen der sog. Interpretatio finden eine neuartige Systematisierung
mithilfe von zahlreichen leichtverständlichen Graphiken (M. HAINZMANN, P. DE BERNARDO STEMPEL, F.
MARCO SIMN).