Wissenschaftsdisziplinen
Rechtswissenschaften (100%)
Keywords
Security Rights In Movable Assets,
Austrian law,
Comparative Private Law,
Publicity Of Security Rights,
registration of security rights
Abstract
Die vorliegende Arbeit behandelt Grundfragen des Rechts der Mobiliarsicherhe iten
(Mobiliarpfand, Sicherungseigentum, Eigentumsvorbehalt, Sicherungszession) in historischer
und vergleichender Perspektive, in kritischer Analyse des besonders reformbedürftigen
geltenden österreichischen Rechts und vor allem als Frage nach künftigen
Entwicklungsperspektiven. Ausgehend vom vergleichsweise liberalen römischen und
gemeinen Recht werden zum einen die wesentlichen, bis heute prägenden Weichenstellungen
der Kodifikationsära in Deutschland und Österreich und zum anderen die Entwicklungslinien
in maßgebenden anderen europäischen Rechtsordnungen (Niederlande, Frankreich, Belgien,
England und Wales) aufbereitet und besonders der Frage nachgegangen, inwieweit sich die in
diesen Staaten eingeführten Registersysteme als Vorbild eignen. Abschließend wird konkret
untersucht, ob und inwieweit der 2009 von einer europäischen Expertengruppe publizierte Draft
Common Frame of Reference (DCFR) in den identifizierten Problemfeldern Lösungen
anzubieten vermag, die bisherige Wertungen ernst nehmen, bereits eingeschlagene
Entwicklungen sinnvoll weiterführen und in Bezug auf Sorgen, die in anderen jüngeren
Reformdiskussionen aufgetreten sind, möglicherweise neues Kompromisspotent ia l
erschließen. Dabei wählt die Arbeit grundsätzlich eine Makroperspektive, die aber dort, wo sich
entscheidende Weichenstellungen, prägende Problembereiche und potentielle Lösungsansätze
ergeben, in eine analytische Nahaufnahme wechselt.
Das Werk leistet damit grundlegende und tiefgehende Vorarbeiten für mögliche Reformen auf
nationaler oder europäischer Ebene. Als Ausgangs- und Bezugspunkt der Diskussion der
unterschiedlichen Problemfelder liefert es überdies eine ausführliche Detailanalyse des
geltenden österreichischen Mobiliarsicherheitsrechts.