Wissenschaftsdisziplinen
Kunstwissenschaften (20%); Medien- und Kommunikationswissenschaften (30%); Sprach- und Literaturwissenschaften (50%)
Keywords
Cultural Icons,
Science,
Literature,
Intermediality,
Arts,
Cultural Value
Abstract
Dieser Band untersucht, wie Literatur, Kunst, Geisteswissenschaften und Naturwissenschaften über
verschiedene Medien und materielle Kulturen hinweg zirkulieren und durch Praktiken wie Mode,
Gaming, Werbung oder Wohnkultur neuen kulturellen Wert entfalten. Ausgehend vom Konzept der
kulturellen Ikone beleuchtet das Buch die weit verbreiteten, dekontextualisierten und häufig stark
schematisierten Erscheinungsformen künstlerischer und intellektueller Figuren in der Populärkultur:
von Shakespeare-Zitaten auf T-Shirts über Opernarien in Werbespots bis hin zum beiläufigen
Erwähnen von Wissenschaftler*innen in Fernsehserien. Diese intermedialen Präsenzformen,
verstärkt durch alltägliche Praktiken, schaffen kulturelle Resonanz, die sowohl ökonomisch als auch
künstlerisch wirksam wird.
Auf der Basis medienorientierter, interdisziplinärer und praxeologischer Ansätze analysiert der Band,
wie kulturelle Ikonen zirkulieren, Wert erlangen und in verschiedenen Lebenswelten funktionieren
sei es in nationalen und transnationalen Kulturen, in fachwissenschaftlichen Diskursen oder in
populären Nutzungskontexten. Beiträge aus Theologie, Musikwissenschaft, Geschichte,
Kunstgeschichte, Linguistik sowie Literatur-, Film-, Medien- und Kulturwissenschaft verbinden
Debatten über die Adaption in Massen- und Populärkultur mit Fragen kultureller Bewertung und
Kanonbildung.
Der Band trägt dazu bei, die theoretischen und methodischen Herausforderungen der Allgegenwart
kultureller Ikonen zu beleuchten, und leistet damit einen wichtigen Beitrag zu Intermedialität,
Kulturwissenschaft, Ikonographie und zeitgenössischer Semiologie. Zugleich spricht er sowohl ein
wissenschaftliches Fachpublikum als auch ein breiteres interessiertes Publikum an.