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Die syrisch-orthodoxe Gemeinschaft im Libanon (1918-1982)

The Syriac Orthodox Community in Lebanon (1918–1982)

Anna Hager (ORCID: 0000-0001-8640-3262)
  • Grant-DOI 10.55776/T1084
  • Förderprogramm Hertha Firnberg
  • Status beendet
  • Projektbeginn 01.10.2019
  • Projektende 31.05.2025
  • Bewilligungssumme 239.010 €
  • Projekt-Website

Wissenschaftsdisziplinen

Geschichte, Archäologie (50%); Philosophie, Ethik, Religion (20%); Sprach- und Literaturwissenschaften (30%)

Keywords

    Middle East, Eastern Christianity, Lebanon, French Mandate, Syriac

Abstract Endbericht

In den Medien und der öffentlichen Wahrnehmung werden die Christen im Nahen Osten vor allem mit den jüngsten Verfolgungen durch den Islamischen Staat im Irak und Syrien sowie ihrer schwierigen Lage in Ägypten und der Türkei in Verbindung gebracht. Vor allem die syrisch-orthodoxen Christen auch Aramäer oder Jakobiten genannt erscheinen als besonders bedroht. Hinzu kommt, dass diese Gemeinde, die bis heute die Sprache Jesu, Aramäisch erhalten hat (Syrisch), ein besonderer Nimbus umfasst. In der Tat fielen die Syrer Orthodoxen ebenso wie die Armenier und andere christliche Gemeinschaften dem Völkermord während des Ersten Weltkrieges zum Opfer. Weniger bekannt ist, dass viele der Überlebenden danach eine neue und oft erfolgreiche Existenz in den neuen Staaten Irak, Syrien, Libanon, Palästina aufbauten. Dieses Forschungsvorhaben beschäftigt sich mit dem Wiederaufbau der syrisch-orthodoxen Gemeinschaft im Libanon, d.h. ihre Ansiedlung und Integration, vom Ende des Ersten Weltkrieges bis zur israelischen Invasion während des libanesischen Bürgerkriegs (1918-1982). Dabei soll insbesondere die Frage nach deren Identität im Zusammenhang mit der Sprache untersucht werden. Der sprachliche Aspekt im Falle der Syrer-Orthodoxen ist nämlich besonders faszinierend, da, je nachdem wo sie vor 1914 lebten, Türkisch, Turoyo (neo-Aramäischer Dialekt), Kurdisch, Arabisch und/oder Armenisch sprachen. Im Libanon, wo sie eine von 18 offiziell anerkannten Religionsgruppen wurden, verwendeten sie zunehmend Arabisch und bemühten sich zugleich um eine Wiederbelebung der syrisch-aramäischen Sprache, welche zu jenem Zeitpunkt fast nur mehr im Gottesdienst verwendet wurde. Arabisch, das oft mit dem Islam assoziiert wird, diente somit der Integration im Libanon und paradoxerweise der Erhaltung des Syrischen. Anhand der Frage nach der Sprache lässt sich auch deren Positionierung im neuen libanesischen Staat, in dessen politischen System, das auf einer Machtverteilung zwischen den größten christlichen und muslimischen Religionsgruppen beruht, sowie ihre Haltung gegenüber den unterschiedlichen christlichen und muslimischen Gemeinschaftenim Libanonsowie im Zusammenhang mit den damaligen ideologischen Kräften arabischer Nationalismus, militantes (maronitisches) Christentum, linke Bewegungen aufzeigen. Dafür werden Quellen auf Arabisch, Syrisch und Französisch, die von der Gemeinschaft produziert wurden, wie Zeitungen, oder über sie berichten (Französische Mandat, libanesische Medien), anhand historischer, philologischer und sozialwissenschaftlicher Methoden untersucht. Dieses Forschungsprojekt soll aufzeigen, wie der Wiederaufbau, die Identität und die Positionierung dieser Gemeinschaft und ihrer Mitglieder symptomatisch für die Formierung der modernen Nationalstaaten im Nahen Osten zwischen religiös-ethnischem Pluralismus und dem arabischen Nationalismus als Staatsdoktrin war.

Dieses Forschungsprojekt beschäftigte sich mit dem Wiederaufbau einer christlichen Minderheit im Libanon (1918-1982), nachdem sie während des Ersten Weltkrieges Opfer des Völkermordes im Südosten Anatoliens wurde. Diese christliche Minderheit, Anhänger der syrisch-orthodoxen Kirche, welche historisch auch als "Jakobiten" oder "Monophysiten" bezeichnet wurde, nimmt eine besondere Stellung innerhalb des nahöstlichen Christentums ein. Sie gilt als einerseits besonders bedroht, als andererseits von einem gewissen Nimbus umhüllt, da sie beansprucht, eine Tradition zu wahren, die auf die Apostel zurückgeht und bis heute die syrisch-aramäische Sprache in ihrer Liturgie verwendet. Jesus Christus selbst sprach einen aramäischen Dialekt. Bis zum ersten Weltkrieg lebten die Syrer-Orthodoxen vor allem in der heutigen Südosttürkei, damals Teil des Osmanischen Reiches, wo sie während des Ersten Weltkriegs, ebenso wie die Armenier, Opfer eines Völkermords wurden. Die Überlebenden siedelten sich in Syrien, im Irak, in Palästina und dem Libanon an (alle zuvor ebenfalls Teile des Osmanischen Reiches) und schafften es, sich in den neu ausgerufenen Nationalstaaten, erfolgreich neue Existenzen aufbauten. Sie gründeten Kirchen, Vereine, Schulen, eine Pfadfinderorganisationen, Sportsklubs und erhielten vielfach die Staatsbürgerschaft ihrer neuen Heimatländer. Nicht zuletzt war der Neuanfang auch der Wiederbelebung der syrisch-aramäischen Sprache förderlich. Ein zentrales Ergebnis dieses Forschungsprojekt sind jedoch die gänzlich neuen Einblicke, die die Erforschung der Migration dieser christlichen Minderheit in die Geschichte der modernen Staaten des Nahen Ostens und der Art, wie sie mit der religiösen und ethnischen Vielfalt ihrer Länder umgingen, gewährt. Der Libanon stellt im regionalen Kontext eines generellen historischen Trends in Richtung eines exklusiven arabischen Nationalismus, Diktatur und Islamisierung gewissermaßen eine Ausnahme dar. Doch die einzigartige und widersprüchliche Stellung der Syrer-Orthodoxen im Libanon, als eine christliche Gemeinschaft, die jedoch weder katholisch noch griechisch-orthodox war und ist, zwingt uns, unser Bild des Libanons als einen sicheren Hafen für die Christen des Nahen Ostens zu überdenken. Insbesondere das politische System im Libanon, welches auf dem Konfessionalismus fundiert, bevorzugt eine spezifische christliche Gruppe - die katholischen, maronitischen Christen -, behinderte aber gleichzeitig, anders als im Irak oder Syrien, die volle politische Teilnahme der Syrer-Orthodoxen. Außerdem war es gerade die arabische Sprache, welche allzu oft nur mit dem Islam assoziiert wird, die bei der erfolgreichen Integration der Syrer-Orthodoxen im Libanon half, sowie paradoxerweise bei der Wiederbelegung der syrischen Sprache. Während die Syrer-Orthodoxen im Libanon sozio-ökonomisch immer erfolgreicher wurden, generierte jedoch ihre politische Marginalisierung zunehmende Frustration, die schließlich dazu führte, dass viele junge Syrer-Orthodoxen während des libanesischen Bürgerkrieges (1975-1990) auf Seiten der christlichen Milizen kämpften.

Forschungsstätte(n)
  • Universität Wien - 100%

Research Output

  • 3 Publikationen
  • 1 Wissenschaftliche Auszeichnungen
  • 1 Weitere Förderungen
Publikationen
  • 2022
    Titel The Syriac Orphanage and School in Beirut: Building an Elite Transnational Syriac Identity
    DOI 10.3366/swc.2022.0402
    Typ Journal Article
    Autor Hager A
    Journal Studies in World Christianity
  • 2023
    Titel "'Weak' and 'Strong' Communities under the French Mandate: the Syriac Orthodox and the Syriac Catholics"; In: Living Stones Yearbook 2023. Christianity in the Middle East: Theological, Ecclesial and Spiritual Encounters
    Typ Book Chapter
    Autor Anna Hager
    Verlag Living Stones of the Holy Land Trust
    Seiten 210-222
    Link Publikation

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