ILEI aus den Nebennieren als Erste Hilfe nach Herzinfarkt?
ILEI from the adrenal gland as first-aid after heart attack?
Wissenschaftsdisziplinen
Klinische Medizin (70%); Medizinisch-theoretische Wissenschaften, Pharmazie (30%)
Keywords
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ILEI/FAM3C,
Myocardial Infarct,
Myocardiocyte Protection,
Catecholamine Release,
Chromaffin Cells Of The Adrenal Medulla,
Neuroendocrine Regulation
Der Herzinfarkt ist weltweit eine der häufigsten Todesursachen. Trotz der deutlichen Verbesserung der Sterblichkeitsrate ist der akute Myokardinfarkt und die daraus resultierende Herzinsuffizienz ein bedeutendes, klinisch ungelöstes Problem. Neue Ansätze zur Linderung von Herzmuskelverletzungen und -infarkten sowie von Herzversagen infolge eines Herzinfarkts sind dringend erforderlich. Das von Zellen ausgeschüttete Protein FAM3C/ILEI, wenn in Überschuss zugeführt, wurde vor kurzem als Schutzfaktor für das Herz identifiziert. Dies stellt die Frage, ob dieses Protein für die Therapie nutzbar gemacht werden kann. Die geförderte Forschung untersucht die neuartige Idee, dass ein körpereigener ILEI-Proteinpool als Notfallreservoir des ILEI-Proteins dienen und mobilisiert werden könnte, um das Herz vor Infarktschäden zu schützen und die Anzeichen von Herzversagen zu mildern. Das Team von Agnes Csiszar am Zentrum für Krebsforschung wird in Zusammenarbeit mit Forschern um Attila Kiss am Zentrum für Biomedizinische Forschung und Translationale Chirurgie der Medizinischen Universität Wien genetisch veränderte Mäuse mit gewebespezifischer FAM3C/ILEI- Deletion in Kombination mit einem Mausmodell des Myokardinfarkts, erweitert um in vitro Modelle und menschliches Patientenmaterial, verwenden, um die Hypothese eines körpereigenen ILEI- vermittelten Herzschutzes zu testen und den Weg für die Entwicklung neuer therapeutischer Strategien zu ebnen, die diesen natürlichen Abwehrmechanismus stärken. Neben dem starken translationalen Ansatz wird dieses Projekt auch das mechanistische Verständnis der Funktion körpereigener ILEI-Proteinpools und deren Zusammenhang mit dem Myokardinfarkt fördern.
- Attila Kiss, Medizinische Universität Wien , nationale:r Kooperationspartner:in