Wissenschaftsdisziplinen
Andere Naturwissenschaften (20%); Land- und Forstwirtschaft, Fischerei (70%); Umweltingenieurwesen, Angewandte Geowissenschaften (10%)
Keywords
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Hochbeet,
Lebensmittel,
Stadtgarten,
Schwermetal
Urban Gardening ist in den letzten zwei Jahrzehnten weltweit immer beliebter geworden. Stadtbewohner_innen schätzen zunehmend die Vorteile, die diese Gartenarbeit mit sich bringt. Neben der Möglichkeit die eigenen Lebensmittel selbst anbauen zu können, ist auch das dabei entstehende Gemeinschaftsgefühl von zentraler Bedeutung. Urban Gardening findet gerne Anwendung in formalen Institutionen, wie Schulen und Pflegeeinrichtungen. Eine große Anzahl von städtischen Gärten ist jedoch unabhängig davon entstanden und erfüllen dabei zwei Funktionen sie sorgen für die Bereitstellung sicherer und gesunder Lebensmittel für ihre Gemeinschaft und fördern zugleich deren Zusammenhalt. Diese Aktivitäten wachsen stetig, indem Brachflächen wieder nutzbar gemacht und zunehmend auch Dachgärten und neuartige Container von Bürger_innen genutzt werden. Viele dieser Standorte befinden sich in Gebieten mit hoher Verkehrsdichte, auf Industriebrachen oder Deponien. Dadurch entstehen in der Stadt, die dort dringend benötigten grünen Oasen, welche besonders bei der "Share"-Generation sehr beliebt sind. Oft haben die Menschen aber Angst davor, die selbst produzierten Lebensmittel zu essen, da sie befürchten diese könnten kontaminiert sein. Das ist jedoch bedauerlich, angesichts der vielfältigen Vorteile, die das Anbauen und Verzehren der eigenen Lebensmittel mit sich bringt. Eines der größten Bedenken ist der Transfer von städtischen Schadstoffen in die Nahrungskette der Verbraucher_innen. Schwermetalle sind eine der häufig vorkommenden Verunreinigungen in urbanen Nutzpflanzen und Böden. Die Erhebung von stadtweiten Daten über den Zustand des Bodens ist allerdings oft schwierig und teuer. In diesem Projekt wollen wir Bürger_innen für einfache gemeinschaftliche Experimente in ihren Stadtgärten gewinnen. Aus diesen Daten werden wir eine Stadtkarte erstellen, die einerseits Informationen über den Bodengesundheitszustand, als auch über das potenzielle Risiko von Schwermetallverunreinigungen zur Verfügung stellt.
Urban Gardening ist in den letzten zwei Jahrzehnten weltweit immer beliebter geworden. Stadtbewohner*innen schätzen zunehmend die Vorteile, die diese Gartenarbeit mit sich bringt. Neben der Möglichkeit die eigenen Lebensmittel selbst anbauen zu können, ist auch das dabei entstehende Gemeinschaftsgefühl von zentraler Bedeutung. Urban Gardening findet gerne Anwendung in formalen Institutionen, wie Schulen und Pflegeeinrichtungen. Eine große Anzahl von Stadtgärten ist jedoch unabhängig davon entstanden und erfüllen dabei zwei Funktionen - sie sorgen für die Bereitstellung sicherer und gesunder Lebensmittel für ihre Gemeinschaft und fördern zugleich deren Zusammenhalt. Diese Aktivitäten wachsen stetig, indem Brachflächen wieder nutzbar gemacht und zunehmend auch kreativ gestaltete Container, Hochbeete oder Dachgärten von Bürger*innen genutzt werden. Viele dieser Standorte befinden sich in Gebieten mit hoher Verkehrsdichte, auf Industriebrachen oder Deponien. Dadurch entstehen in der Stadt, die dort dringend benötigten grünen Oasen, welche besonders bei der "Share"-Generation beliebt sind. Oft haben die Menschen aber Bedenken, die selbst produzierten Lebensmittel zu essen, da sie befürchten diese könnten kontaminiert sein. Das ist jedoch bedauerlich, angesichts der vielfältigen Vorteile, die eine Selbstversorgung mit Gemüse mit sich bringen kann. Eines der größten Bedenken ist der Transfer von städtischen Schadstoffen - wie Schwermetalle - in die Nahrungskette der Verbraucher*innen. In diesem Projekt haben wir Bürger*innen eingeladen, in ihren Stadtgärten einfache Experimente durchzuführen. Diese Daten lieferten Informationen über potentielle Risiken von Schwermetallverunreinigungen und Möglichkeiten, diese Risiken im Kontext des städtischen Gärtnerns zu verringern oder zu beseitigen. Im Allgemeinen lagen die Werte unter den Richtwerten, aber an einigen wenigen Gartenstandorten überstiegen die Schwermetallkonzentrationen (Pb, Cd, Zn) im Boden die in Österreich empfohlenen Grenzwerte. Lediglich an zwei Standorten lagen die Schwermetallkonzentrationen in den Pflanzen über den Grenzwerten der europäischen Lebensmittelnormen. Aufgrund der positiven Resonanz der Bürger*innen auf dieses Projekt schlagen wir vor, diese Studie auf ganz Wien auszuweiten. Dadurch hätten neu angelegte Stadtgärten die Möglichkeit, das potentielle Belastungsrisiko ihrer jeweiligen Böden im Vorfeld zu bestimmen.
- Rebecca Clare Hood-Nowotny, Universität für Bodenkultur Wien , nationale:r Kooperationspartner:in
Research Output
- 16 Zitationen
- 2 Publikationen
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2024
Titel Compost amendment in urban gardens: elemental and isotopic analysis of soils and vegetable tissues DOI 10.1007/s11356-024-34240-7 Typ Journal Article Autor Trimmel S Journal Environmental Science and Pollution Research Seiten 47022-47038 Link Publikation -
2021
Titel Exploring the Potential Risk of Heavy Metal Pollution of Edible Cultivated Plants in Urban Gardening Contexts Using a Citizen Science Approach in the Project “Heavy Metal City-Zen” DOI 10.3390/su13158626 Typ Journal Article Autor Ziss E Journal Sustainability Seiten 8626 Link Publikation