Myo-endothelial Regeneration bei Myositiden
Myo-endothelial repair in inflammatory myopathies
Wissenschaftsdisziplinen
Klinische Medizin (60%); Medizinisch-theoretische Wissenschaften, Pharmazie (40%)
Keywords
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Myo-Vasculogenesis,
Hematopoietic Progenitor Cells,
Microcirculation,
Mysoitis,
Satellite Cells,
Disease Progression
Autoimmun-mediierte inflammatorische Myopathien (IM) sind eine große Gruppe erworbener und potentiell behandelbarer Muskelerkrankungen. Basierend auf distinkten klinischen, histopathologischen und immunologischen Merkmalen wurden drei große Subgruppen, Dermatomyositis (DM), Polymyositis (PM) und Einschlußkörperchenmyositis (IBM), abgegrenzt. Die IBM wurde als häufigste inflammatorische Myopathie älterer Patienten erkannt und ist durch die Co-existenz chronisch entzündlicher und degenerativer Veränderungen charakterisiert mit zumeist schlechtem Ansprechen auf konventionelle immunsuppressive Therapien. Die regenerative Kapazität des entzündlich veränderten Muskels ist der limitierende Faktor für die funktionelle Rekonstitution der Muskelkraft nach Behandlung, welche bei therapierefraktären Patienten gestört sein könnte. Als wichtigste Quelle der Muskelregeneration in postnatalen Individuen wurden bisher gewebsspezifische myogene Stammzellen, sogenannte "Satelliten Zellen" angesehen. Basierend auf rezenten experimentellen Daten, wurde zusätzlich die Kolonisation des geschädigten Muskels durch zirkulierende hematopoietische Vorläuferzellen und deren Inkorporation in Muskelfasern als alternativer Reparationsmechanismus postuliert. In einer Pilotstudie konnten wir auch in humanem Muskelgewebe, welches von Patienten mit IM zur Diagnosestellung gewonnen wurde, Zellen mit dem Expressionsmuster hematopoietischer Vorläuferzellen mittels Immunhistochemie und RT- PCR nachweisen und Hinweise für eine in-situ myo-endotheliale Differenzierung in der confokalen Laser Scanning Mikroskopie gewinnen. Das Ziel der aktuellen Studie ist es Regenerationsmuster des Muskelgewebes abhängig von verschiedenen Immunmechanismen an einer großen Patientengruppe zu charakterisieren. In einer Kooperation mit dem internationalen Referenzzentrum für Neuromuskuläre Erkrankungen, Institut de Myologie, Hopital Pitié- Salpetrière, können wir > 300 Myositispatienten und korrespondierende Muskelbiopsien untersuchen. Mittels einer breiten Palette von Antikörpern wird die Expression endothelialer (CD31, vWF, VEGFR-2), hematopoietischer (CD34, CD133, CD45, CD14a) und myogener (Pax7, Myf5, MRF4, MyoD, und myogenin) Marker immunhistochemisch analysiert und quantifiziert um Wege der Myo- und Vaskulogenese nach entzündlicher Schädigung beschreiben zu können. Durch die Analyse des Co-expressionsmuster einzelner Zellen können Hinweise auf deren Ursprung und Differenzierungpotential gewonnen werden. Diese Studie ermöglicht es histologische Merkmale der Regeneration des Muskels in Korrelation mit dem klinischen Verlauf näher zu definieren, deren Kenntnis eine wichtige Grundlage für die Erarbeitung prognostischer Faktoren, die Evaluation von Therapieeffekten, und möglicherweise für die Entwicklung von Strategien, welche die Reparation von geschädigtem Muskelgewebe unterstützen, darstellt.
- Olivier Benveniste, Univ. Pierre et Marie Curie - Frankreich
Research Output
- 38 Zitationen
- 1 Publikationen
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2012
Titel Expression of myogenic regulatory factors and myo-endothelial remodeling in sporadic inclusion body myositis DOI 10.1016/j.nmd.2012.09.003 Typ Journal Article Autor Wanschitz J Journal Neuromuscular Disorders Seiten 75-83 Link Publikation