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Die Diachronie des substantivierten Infinitivs im Deutschen

The Diachrony of the nominalized infinitive in German

Martina Werner (ORCID: 0000-0002-0314-7556)
  • Grant-DOI 10.55776/V347
  • Förderprogramm Elise Richter
  • Status beendet
  • Projektbeginn 01.10.2014
  • Projektende 28.02.2019
  • Bewilligungssumme 331.779 €
  • Projekt-Website

Wissenschaftsdisziplinen

Sprach- und Literaturwissenschaften (100%)

Keywords

    Morphology, Conversion, Infinitive, Diachrony, Word-Formation, Language History

Abstract Endbericht

Der substantivierte Infinitiv (auch Konversion, Gerund) ist im Gegensatz zu früheren Sprachstufen des Deutschen ein hochfrequentes Phänomen des Gegenwartsdeutschen. Überraschenderweise ist sein Auftreten, d.h. seine morphosyntaktische Entwicklung und die Ermittlung seiner grundlegenden Motivation, ist noch nie umfassend untersucht worden, obgleich synchrone Untersuchungen zum Mittelhochdeutschen (wie z.B. MONSTERBERG-MÜNCKENAU 1885, KONING 1933, KLOOCKE 1974) durchaus existieren. Diese Forschungslücke soll durch das vorliegende Projekt, an der Schnittstelle von Morphologie und Syntax (VOGEL 1996: 250), geschlossen werden. Ziel der Untersuchung ist damit die Diachronie des substantivierten Infinitivs des Deutschen unter Berücksichtigung seiner Entstehung, der diachronen Motivationund morphosyntaktischenEntwicklungunter besonderer Berücksichtigung der Nominalisierung von Verbalkomplexen und Verbalphasen (VPs), auch vor dem Hintergrund formaler Restriktionen des Gegenwartsdeutschen (vgl. bspw. ?das Gegessen-Haben, ?das Besucht-Worden-Sein). Im Gegenwartsdeutschen begegnet der substantivierte Infinitiv neben dem Gebrauch als Abstraktum (wie bspw. das Laufen, das Herumstehen) auch in Funktionsverbgefügen (wie etwa ins Rollen kommen, zum Verschwinden bringen), in Progressivkonstruktionen (wie in Er ist am Arbeiten) sowie ggf. auch (vgl. ENGELBERG 2004) in Form des sog. Absentiv (wie etwa Er ist Arbeiten/arbeiten). Innerhalb der Funktionsverbgefüge ist der Infinitiv niedrigfrequent, allerdings zweifelsohne nominal, auch wegen der teilweise zu beobachtenden Konkurrenz zu den in dieser Konstruktion viel häufiger anzutreffenden -ung-Nominalisierungen (wie bspw. zur Aufführung kommen / zum Aufführen kommen). Ähnliche Konkurrenzsituationen innerhalb des nominalen Bereichs sind auch aus dem Sprachvergleich bekannt (vgl. bspw. AHADI 2002 zum Farsi). Das Forschungsprojekt vereint empirische Forschung (in Form von diachronen, korpusbasierten Untersuchungen und einem Fragebogen-ExperimentzuAkzeptabilitätsurteilen im Gegenwartsdeutschen) mit theoretischer Forschung, in dessen Rahmen der Sprachvergleich mit verwandten (insbesondere Germanischen) und nicht-verwandten Sprachen (wie das Türkische), der kindliche Erstspracherwerb, die Aphasiologie sowie die Variationslinguistik Mitberücksichtigung finden sollen. Beide gleich gewichtete Komponenten des Projekts zielen somit auf Beantwortung der prinzipiellen Frage nach einer Entstehung des substantivierten Infinitivs ab aus synchroner und diachroner Perspektive.

Nominalisierte Infinitive wie das Tragen, das Herumgehen, das In-der-Ecke-Stehen sind für das Gegenwartsdeutsche typische und häufig verwendete Kodierungsformen. In früheren Sprachstufen jedoch war dem nicht so. Dass verbale Infinitive zu Substantiven werden konnten, ist ein jahrhundertelanger Entstehungsprozess sprachlichen Wandels, der bereits im Spätalthochdeutschen (ca. um das Jahr 800 herum) beginnt, so ein Ergebnis des kürzlich finalisierten FWF-Projektes "Nominalized Infinitives in the Diachrony of German" (V-347), das am Austrian Centre for Digital Humanities der Österreichischen Akademie der Wissenschaften durchgeführt wurde. Unter Miteinbeziehung elektronischer Textressourcen bzw. Korpora wurden Daten aus der frühsten Überlieferung des Deutschen bis ins Gegenwartsdeutsche untersucht. Dabei zeigte sich auch, dass die Entstehung nominalisierter Infinitive nicht einfach "aus dem Nichts" kommt. "Die Produktivwerdung des nominalisierten Infinitivs", sagt Projektleiterin Dr. Martina Werner, "ist eng verschränkt mit der Inproduktivwerdung der Wörter auf -ung. Wörter wie Drehung, Steuerung, Haftung sind zwar noch im Gegenwartsdeutschen aus früheren Sprachstufen erhalten, aber sie drücken im Gegenwartsdeutschen im Vergleich zu früher immer weniger abstrakte Sachverhalte aus, sondern bezeichnen eher Resultate: Heizung bezeichnet den 'Heizkörper', immer weniger den 'Prozess des Heizens', Wohnung bedeutet heute 'Apartment' und nicht mehr wie früher 'das Wohnen' (sic). Aufgrund dieses Sprachwandels werden Nominalisierungen wie Lachung oder Herumstehung heute normalerweise nicht mehr gebildet. Es sind nur noch Relikte des einstigen -ung-Musters erhalten. Da nehmen wir heute ausschließlich den nominalisierten Infinitiv." Mit der sukzessiven Produktivwerdung des nominalisierten Infinitivs verbunden ist also gleichzeitig die schleichende Inproduktwerdung der Nomina auf -ung, während im Englischen Wörter auf -ing, dem englischen Pendant des etymologisch verwandten deutschen -ung, hochfrequent geworden sind. "Dem englischen -ing entspricht grammatisch-semantisch im Deutschen jedoch nicht mehr -ung, sondern der nominalisierte Infinitiv", führt Werner aus. "Sprachwandel folgt regelgeleiteten Mustern. Diese bilden sich über Jahrhunderte heraus, weswegen Grammatikwandel für uns SprecherInnen in der Regel unbemerkt bleibt. Würden wir 300, 400 Jahre werden können, würden wir es vielleicht bemerken. Aber unsere Lebensspanne nimmt sich im Vergleich zur Dauer grammatischen Wandels eher wie das einer Eintagsfliege aus." Allerdings wird Sprache durch den Wandel weder 'besser noch 'schlechter'. "Denn wäre das so, so hätten unsere Vorfahren im Barock viel besser gesprochen, im Mittelalter noch viel besser usw." Es macht also keinen Sinn anzunehmen, dass Sprache besser würde, je weiter man historisch zurückginge. Vielmehr verändert sich Sprache unentwegt, aber ihr Komplexitätsniveau bleibt gleich. "Kodierungsformen können sich ändern. Aber die dahinterliegenden Prinzipien bleiben erhalten" fasst Werner zusammen.

Forschungsstätte(n)
  • Österreichische Akademie der Wissenschaften - 100%

Research Output

  • 28 Zitationen
  • 11 Publikationen
  • 2 Disseminationen
  • 1 Weitere Förderungen
Publikationen
  • 2019
    Titel Categorial shift via aspect and gender change in deverbal nouns
    DOI 10.1016/j.langsci.2018.08.011
    Typ Journal Article
    Autor Iordachioaia G
    Journal Language Sciences
    Seiten 62-76
  • 2016
    Titel Linguistische Pragmatik in historischen Bezügen. (Lingua Historica Germanica, 9)
    Typ Book
    Autor Ernst P
    editors Ernst P, Werner M
    Verlag De Gruyter
    Link Publikation
  • 2016
    Titel Genus und Fugenelemente. Zur Herleitung einer motivierten Relation; In: Linguistische Pragmatik in historischen Bezügen
    Typ Book Chapter
    Autor Werner M
    Verlag De Gruyter
    Seiten 285-311
    Link Publikation
  • 2018
    Titel Wortbildung als grammatische Strukturbildung. Plädoyer für die Berücksichtigung der morphologischen Antimaterie; In: Grammatiktheorie und Grammatikographie
    Typ Book Chapter
    Autor Werner M
    Verlag Narr Verlag
    Seiten 175-198
    Link Publikation
  • 2017
    Titel Zur Entwicklung der synthetischen Komposition in der Geschichte des Deutschen
    Typ Journal Article
    Autor Werner M
    Journal Zeitschrift für Wortbildung / Journal of Word-Formation
    Seiten 73-92
    Link Publikation
  • 2017
    Titel Im Spiegel der Grammatik. Beiträge zur Theorie der sprachlichen Kategorisierung
    Typ Book
    Autor Werner M
    editors Zeman S, Werner M, Meisnitzer B
    Verlag Stauffenburg
    Link Publikation
  • 2017
    Titel Zur Linguistifizierung von *Semmelnknödeln. Zur Relevanz der morphologischen Antimaterie für die morphologische Theoriebildung; In: Im Spiegel der Grammatik. Beiträge zur Theorie der sprachlichen Kategorisierung. (Stauffenburg - Linguistik, 95)
    Typ Book Chapter
    Autor Werner M
    Verlag Stauffenburg
    Seiten 33-50
    Link Publikation
  • 2016
    Titel Die Zukunft der Derivation oder: Derivation 2.0
    DOI 10.13092/lo.77.2909
    Typ Journal Article
    Autor Fuhrhop N
    Journal Linguistik Online
    Link Publikation
  • 2016
    Titel Die Entwicklungslogik der nominalen Determinativkomposition im Deutschen – verstanden als Grammatikalisierung
    DOI 10.13092/lo.77.2908
    Typ Journal Article
    Autor Werner M
    Journal Linguistik Online
    Link Publikation
  • 2016
    Titel Linguistische Pragmatik in historischen Bezügen
    DOI 10.1515/9783110353327
    Typ Book
    editors Ernst P, Werner M
    Verlag De Gruyter
  • 2015
    Titel The development of gender and countability effects in German ung- and English ing-nominals; In: Historical Linguistics 2015. Selected papers from the 22nd International Conference on Historical Linguistics, Naples, 27-31 July 2015.
    Typ Book Chapter
    Autor Werner M
    Verlag John Benjamins
    Seiten 115-133
    Link Publikation
Disseminationen
  • 2014 Link
    Titel Interview 'Die Presse'
    Typ A press release, press conference or response to a media enquiry/interview
    Link Link
  • 2016
    Titel University visit
    Typ A talk or presentation
Weitere Förderungen
  • 2019
    Titel Relational Adjectives in the history of German
    Typ Research grant (including intramural programme)
    Förderbeginn 2019
    Geldgeber Austrian Science Fund (FWF)

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