The dramaturgy of Conversation
Wissenschaftsdisziplinen
Erziehungswissenschaften (15%); Kunstwissenschaften (85%)
Keywords
- Artistic Format-Method-Tool,
- Expanded-Choreography,
- Process-Based-Project,
- Conversation,
- Artistic Research
Können die Hierarchie des Wissens und die damit einhergehenden Machtverhältnisse durch Tun hinterfragt werden? Können Situationen der Begegnung über/um/mit Wissen alternative Positionen und Funktionen für praktisches Wissen eröffnen? Die zentrale Frage von The dramaturgy of Conversation als Methodologie ist jene nach dem WIE. Wie kann der Kontext, die Struktur, der Ort und die Dauer vorhandener oder erzeugter Gesprächssituationen die (Re-)Artikulation der involvierten Personen unterstützen? Wie können Gespräche angewandt oder mit ihnen gearbeitet werden? Wie können Parameter eines Gesprächs gelesen, gelebt und verkörpert werden? Wie kann ein Gespräch ermöglicht werden? Wie ermöglicht eine Situation in sich selbst die Begegnung mit Wissen? Wie kann eine Gesprächssituation geschaffen werden, die selbst als Ermöglicherin fungiert? Die Dramaturgie des Gesprächs zielt darauf ab, unterschiedliche Zugänge, Analysen und Praktiken von Gesprächen zu untersuchen. Verschiedene Gesprächsformen und mehrere verwandte Wissen(sformen) werden ausgehend von unterschiedlichen Positionen und Perspektiven hinterfragt. Die untersuchten Daten stammen aus privaten, externen oder (für das und innerhalb des Projekts) erzeugten Archiven. In diesem Projekt analysiert, entwickelt/ transformiert, re-artikuliert und re- strukturiert Ingrid Cogne die Art und Weise, wie Gespräche erzeugt, ermöglicht und gelebt werden. Gespräch ist Wissen. Die Dramaturgie des Gesprächs schlägt Gesprächssituationen, -umgebungen und -protokolle vor, die verschiedene (gesprochene, physische und geschriebene) Sprachen, Zwischen - und relationales Wissen, dialogische Methoden und Prozesse wie auch Kommunikationsformate einbeziehen, verbinden oder abgrenzen. Ein Gespräch erfordert das Herauslesen der verschiedenen i) Wege die eingeschlagen und ii) Abzweigungen die gewählt werden können. Die einzelne Person ist ein Filter, die verschiedene Handlungen verbindet: Sprechen, Hören, Umschreiben, Lesen, Übermitteln, Transformieren und Verschieben. Das Filtern der Situationen, Inhalten und Formen geschieht durch in die Forschung involvierte Personen, die derselben auf politischen, physischen und perzeptiven Ebenen begegnen. Die Dramaturgie des Gesprächs soll in einer Methodologie münden, welche darauf fokussiert, wie praktisches Wissen innerhalb des Tuns herausgelesen, entwickelt und zirkuliert werden kann - eine Methodologie, welche den Zugang zum Unbekannten und Unartikulierbaren ermöglicht. Die Forschung navigiert zwischen Quantität und Qualität, Fiktion und Realität, Materiellem und Immateriellem, Sichtbarem und Unsichtbarem. Auf eine Habilitation Cognes abzielend, ist Die Dramaturgie des Gesprächs eine Fortführung von Cognes vorangehenden arts-based research-Projekten an der Akademie der bildenden Künste Wien: Displacement(s) as Method(s) (Phd in Practice, 2011-15), und das im Rahmen von FWF/PEEK geförderte Projekt Six Formats (2015-18).
Innerhalb von The dramaturgy of Conversation stellt "Dramaturgie" den Zugang zur gesamten Forschung dar - wobei "Dramaturgie" ebenso sehr als choreografische Dramaturgie wie auch als dramaturgische Choreografie zu verstehen ist - und "Konversation" ist der Untersuchungsgegenstand. Konversation ist ein Begriff, der verwendet wird, um Kommunikation - sei sie live, formell und/oder informell - zu beschreiben, die auf dem Prinzip der Artikulation und Zirkulation von Informationen zwischen Individuen beruht. Das Gespräch ist eine alltägliche Praxis und Situation, aber auch ein Begriff, der als Titel für Veranstaltungen und/oder Publikationen zur Ankündigung von Formen und Formaten der Kommunikation/Präsentation in den Künsten überstrapaziert wird. In TdoC werden verschiedene "Verwendungen" von Konversation in, zwischen und im Dazwischen erweiterter Choreografie und prozessorientierter kunstbasierter Forschung neu untersucht, um die Komplexität von Kommunikation zu unterstreichen, zu hinterfragen und zu wertzuschätzen: Eine Konversation kombiniert gesprochene und körperliche Sprachen und wird durch optische, akustische und energetische Wahrnehmungen unterstützt. Der vielschichtige Aspekt der aktivierten Wahrnehmungen lädt uns dazu ein, den in einem Gespräch zirkulierenden Inhalt auf vielfältige Weise zu filtern (lesen/verstehen/interpretieren/umlernen), wenn die Modalitäten seines Erscheinens sich ständig ändern und diese unterschiedliche Zeitlichkeit haben. Durch die Erforschung bestehender Gesprächssituationen und die Analyse von durch das "Tun" geschaffenen Gesprächssituationen bildet TdoC den Kontext, in dem ein selbstreflexiver Prozess (neu) artikuliert werden kann - ein Prozess, in dem CO und wechselseitige Aktivierungen von kaum artikulierbarem Wissen stattfinden können. Mit dieser Er/Forschung betont Cogne die Notwendigkeit, "Konversation" als Praxis zu praktizieren und als Wissensform zu sehen.
Research Output
- 22 Publikationen
- 1 Policies
- 11 Künstlerischer Output
- 10 Disseminationen
-
2024
Titel The dramaturgy of Listening Typ Other Autor Cogne I. Konferenz Listening Academy Dehli, at Sarai-CSDS, India -
2024
Titel Spells and im/material fashion in education Typ Other Autor Annerborn E. Konferenz (Re)fashioning the future III, The Textile Industry Museum, Salhus, Norway -
2024
Titel The dramaturgy of Conversation Typ Other Autor Cogne I. Konferenz #23.ART - 23º International Meeting of Art and Technology, Escola Superior de Educação - ESE, Polytechnic Institute of Porto, Portugal -
2023
Titel Rules, ethics and expanded knowledge Typ Other Autor Cogne I. Konferenz TTT2023 Malta, at the Malta Society of Art -
2022
Titel SPELLS' fashion im/material manifesto; In: TEXTile Manifestoes" anthology Typ Book Chapter Autor Cogne I. Verlag Publising House of the Academy of Arts, Architecture & Design in Prague Seiten 117-134 -
2022
Titel Vulgarization of Knowledge Typ Other Autor Cogne I. Konferenz 3rd conference FEMeeting - Women in Art, Science and Technology, Lisbon/Évora, Portugal -
2021
Titel Facilitator Typ Journal Article Autor Cogne I. Journal Research in Arts and Education journal Seiten 160-174 Link Publikation -
2021
Titel Format is Knowledge. Exhibition - Activation and Trace Typ Journal Article Autor Cogne I. Journal PARSE Link Publikation -
2021
Titel PRACTICAL KNOWLEDGES-TRANSLATIONS-OBJECTS Typ Other Autor Cogne I. Konferenz online conference Arts-Based Research in der Stadt- und Raumforschung, Jahrestagung der ÖGS Sektion Stadtforschung, Vienna, Austria -
2021
Titel SPACES - ENCOUNTERS, SUBJECTIVITIES + ENVIRONMENTS Typ Other Autor Cogne I. Konferenz POM Conference: Rogue Research, Technische Universität Berlin and Critical Maker Culture (online), Berlin University of the Arts, Germany -
2021
Titel Articulation(s) and Object(s) Typ Other Autor Cogne I. Konferenz Articulation(s) and Object(s) -
2020
Titel Choreography and Dramaturgy of Knowledges Typ Other Autor Cogne I. Konferenz #espace. Diskursive Streifzüge durch die raumtheoretische Praxis, Universität Wien, Austria -
2020
Titel "READINGentre les lignes" Typ Other Autor Cogne I. Konferenz 'Poetic translations': Conversations across the plurality of Arts disciplines in Visual Arts Exhibitions (online), Solent University, Southampton, England -
2020
Titel Facilitator Typ Other Autor Cogne I. Konferenz online conference Art of Research VII, Authorship and Responsibility, at Aalto University, School of Arts, Design and Architecture, Espoo, Finland -
2020
Titel Dansbaren: Rush Hour Knowledge? Typ Other Autor Cogne I. Konferenz Fest En Fest 2020 - Expanded Choreography Festival, Goldsmiths MFA Fine Arts Studios, London, England