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Professionalisierung und ihre Begrenzungen: Design 1930-1980

Professionalisation and its Discontents: Design 1930-1980

Leah Armstrong (ORCID: 0000-0001-9365-7412)
  • Grant-DOI 10.55776/V740
  • Förderprogramm Elise Richter
  • Status laufend
  • Projektbeginn 01.12.2019
  • Projektende 31.10.2026
  • Bewilligungssumme 267.372 €

Wissenschaftsdisziplinen

Andere Geisteswissenschaften (30%); Kunstwissenschaften (40%); Soziologie (30%)

Keywords

    Transnational, Professional identity, Creative Industries, Design, Gender, Professionalisation

Abstract

Was bedeutet es als "kreativer Profi" definiert zu werden? Seit Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts wurde dieser Begriff benutzt, um eine Gruppe von ExpertInnen zu beschreiben, die in der Werbung, im Design und in der Kreativwirtschaft und anderen kreativen Bereichen arbeiten. Die Geschichte aber des Begriffes und seine sich verändernde Bedeutung wurde jedoch bis heute noch nicht erforscht. Mit einem kreativen Ansatz, die Geschichte eines "kreativen Berufs" nun verfolgend, untersucht das Forschungsprojekt konkrete repräsentative Fälle von und identifiziert Besonderheiten an DesignberaterInnen aus Österreich, Australien, Großbritannien und den USA, 1930-1980, um die Frage zu beantworten, was Design als Beruf so unverwechselbar macht? Es werden Archivbestände zu international arbeitenden DesignerInnen der Zeit beforscht. Die Arbeit des Wiener Designers Carl Auböck, der Bestand in seinem Archiv im Familienworkshop in Wien, wird mit jenem zur Arbeit Gaby Schreibers, einer Wiener Design-Emigrantin, im Archiv des Victoria and Albert Museum London, verbunden. Besonders wichtig für das Projekt ist, dass die Forschung die Rolle der Frau ins Zentrum rückt und argumentiert, dass Designerinnen, darunter Belle Kogan und Gaby Schreiber, eine bedeutende Rolle bei der Gestaltung dieses neuen Berufs spielten, die bisher übersehen wurde. Das in der Abteilung Designgeschichte und Theorie an der Universität für Angewandte Kunst Wien angesiedelte Forschungsprojekt erforscht, ob der durch die Medien und die Populärkultur repräsentierte und geförderte "Designer- Lebensstil" eine neue Art des Arbeitens durch Flexibilität darstellte und Einstellungen und Kulturen prägte, die auch später die professionelle Identität in anderen Bereichen beeinflussten, außerhalb des Designs, einschließlich wirtschaftlicher Bereiche, wie z.B. durch Praktiken des "Design Thinking". Das Projekt basiert auf enger Zusammenarbeit und den Austausch von Ideen mit internationalen Kollegen in den Bereichen Designgeschichte, Soziologie und Technikgeschichte. Seminare, Workshops und Konferenzen werden genutzt um Ideen zu kreativer Arbeit, Identität und Professionalisierung zu generieren. Zum Projektende wird eine Monographie vorgelegt, welche die Geschichte des Designers ausleuchten wird, die Geschichte des "kreativen Profi".

Forschungsstätte(n)
  • Universität für angewandte Kunst Wien - 100%

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