Wissenschaftsdisziplinen
Andere Geisteswissenschaften (35%); Geschichte, Archäologie (35%); Philosophie, Ethik, Religion (10%); Soziologie (20%)
Keywords
Early Modern Period,
Habsburg History,
Gender History,
New History of Diplomacy,
Cultural History of Politics,
Empress Maria of Austria (1528-1603)
Abstract
Dynastie und Herrschaft waren in der Frühen Neuzeit unauflöslich miteinander verwoben.
Fürstinnen, Königinnen und Kaiserinnen waren folglich in politische und diplomatische Fragen
involviert. Ihr Handlungsspielraum beschränkte sich dabei nicht nur auf Haushalt und Familie. Doch
schon allein dadurch, dass Haushalt und Familie selbst herrschaftspolitisch relevant waren, wiesen
auch diese über die innerdynastischen Bereiche hinaus. Das Projekt Habsburgerinnen in
frühneuzeitlicher dynastischer Politik und Diplomatie nimmt Kaiserin Maria von Spanien (1528
1603) und ihren politischen Handlungsspielraum zum Ausgangspunkt, um zu untersuchen, auf
welche Weise es den weiblichen Mitgliedern der Habsburger Dynastie möglich war, aktiv an Politik
und Diplomatie teilzunehmen. Dabei steht die Frage im Vordergrund, inwieweit Diplomatie und
Politik geschlechtlich bestimmt waren und wie diese geschlechtlichen Markierungen den politischen
Handlungsspielraum in der Praxis beeinflussten.