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ImmunoKomm: Kommunikation ist alles!

ImmunoComm: communication is everything!

Nicole Boucheron (ORCID: 0000-0002-4979-8311)
  • Grant-DOI 10.55776/WKP175
  • Förderprogramm Wissenschaftskommunikation
  • Status beendet
  • Projektbeginn 01.06.2022
  • Projektende 31.05.2023
  • Bewilligungssumme 49.055 €
  • Projekt-Website

Wissenschaftsdisziplinen

Erziehungswissenschaften (20%); Medien- und Kommunikationswissenschaften (40%); Medizinisch-theoretische Wissenschaften, Pharmazie (40%)

Keywords

    Immunology, Research, Teenager, School, Journalism

Abstract Endbericht

Unser Immunsystem ist neben dem Gehirn eines der komplexesten Netzwerke des menschlichen Körpers und fasziniert WissenschaftlerInnen schon seit langem. Es schützt uns gegen Eindringlinge von außen, entfernt aber gleichzeitig auch veränderte eigene Zellen, die zur Bedrohung werden könnten. Wie wichtig es ist, die Grundlagen der Immunologie zu verstehen und zu erforschen, hat die Corona- Pandemie aufgezeigt: Ohne die immensen Bemühungen von Forschung und Entwicklung wäre es nicht möglich gewesen, innerhalb so kurzer Zeit Impfstoffe gegen SARS-CoV-2 zu entwickeln. Mit der öffentlichen Debatte rund um Pandemiemaßnahmen und Impfungen sind die Grundlagen der Immunologie nicht zuletzt als Hilfe zur persönlichen Entscheidungsfindung noch wichtiger geworden. Die Kommunikation zu diesem Thema über traditionelle Medien und darüber hinaus (Social Media, Blogs, Vlogs) hat sich vervielfacht, und die Art und Weise der Informations-beschaffung hat sich mit der zunehmenden Digitalisierung drastisch gewandelt. Jugendliche greifen bei ihrer Kommunikations- und Informationskultur vor allem auf sozialen Netzwerke und digitale Kanäle zurück. Zum Thema Immunsystem weisen junge Erwachsene noch große Wissenslücken auf. Hier setzt unser Projekt an: Es widmet sich dem Thema Wissenschaftskommunikation zum Thema Immunologie bei Jugendlichen. Auch diese sind seit dem Beginn der Pandemie verstärkt mit Nachrichten aus dem Wissenschafts- und Gesundheitsbereich konfrontiert, die Vielfalt an Informationsquellen erschwert es ihnen jedoch, seriöse Information von unseriöser (Stichwort Fake News) zu unterscheiden. ImmunoKomm soll Jugendlichen im Alter von 16 bis 19 Jahren wichtige Grundlagen der Immunologie vermitteln, ihre Begeisterung an der Forschung wecken und ihnen gleichzeitig aufzeigen, wie gute und seriöse Wissenschaftskommunikation funktioniert. Im Projekt arbeitet eine Gruppe von SchülerInnen ein Jahr lang intensiv mit WissenschaftlerInnen und ExpertInnen aus Kommunikation/Journalismus zusammen. Die jungen Leute werden in Workshops von KommunikationsexpertInnen geschult: Es wird über Akteure und deren Rolle in der Kommunikation diskutiert, die jungen Leute erhalten Einblick in journalistische Arbeit und professionelle Kommunikation aus unterschiedlichen Blickwinkeln (print, online, Radio, social media, o.ä.). Auch der Aspekt einer zielgruppenorientierten Kommunikation wird gemeinsam erarbeitet. Danach bekommen die SchülerInnen im Labor der Antragsstellerin Einblick in das Arbeitsumfeld von ImmunologInnen und ins wissenschaftliche Arbeiten und lernen die Rolle von Helfer T-Zellen beim immunologischen Gedächtnis (Spezialgebiet der Antragsstellerin) kennen. In einem weiteren Workshop in Open Science können die SchülerInnen dann auch selbst immunologisch arbeiten. In einem co-kreativen, partizipativen Ansatz gestalten die Jugendlichen danach gemeinsam mit den ExpertInnen Beiträge für andere Jugendliche über ein immunologisches bzw. damit in Verbindung stehendes Thema (peer-to-peer Ansatz). Das Forschungsthema der Antragstellerin wird bearbeitet. Das Format können die Schüler selbst wählen (z.B.: Reportage, Podcastbeitrag, Interview, YouTube- Shorts, TikTok-Video o.ä.). Die Kommunikationsbeiträge werden dann über die Kanäle der am Projekt Beteiligten veröffentlicht. Von dem Projekt sollen alle Akteure profitieren: Die beteiligten Jugendlichen, indem sie Kompetenzen stärken, Einblick in verschiedene Berufsfelder und deren jeweilige Rolle in unserer Gesellschaft erhalten, Erfahrungen sammeln und aktive mitgestalten können; die professionell im Projekt beteiligten Konsortiummitglieder, indem sie ein besseres Verständnis für die Anforderungen Jugendlicher an zeitgemäße Wissenschaftskommunikation erlangen; und die weitere Zielgruppe Jugendlicher, an die die Materialien disseminiert werden, indem ihnen qualitätsvolle Informationsquellen zur Verfügung gestellt werden.

ImmunoKomm widmet sich dem Thema Kommunikation zur Immunologie bei Jugendlichen. Ausgangspunkt ist das wissenschaftliche Projekt APP30885 zur Entstehung und Regulation von follikulären T-Helfer-Zellen, die neben den B-Zellen in unserem Immunsystem wichtig sind, um Antikorper zu generieren und ein immunologisches Gedachtnis zu erwerben. Eine Gruppe von 24 OberstufenschulerInnen im Alter von 16 bis 19 Jahren aus 12 verschiedenen Schulen aus Wien, Niederösterreich und Ungarn ist theoretisches und praktisches Wissen in den Bereichen Immunologie und Mediengestaltung vermittelt worden, um anschließend in einem von ExpertInnen betreuten Setting selbst Kommunikationsbeitrage fur Jugendliche zum Forschungsthema Immunsystem und Gedachtniszellen zu gestalten und zu verbreiten. Neben den naturwissenschaftlichen Inhalten liegt der Schwerpunkt des Projekts auf Kommunikationsaspekten.

Forschungsstätte(n)
  • Medizinische Universität Wien - 100%
Nationale Projektbeteiligte
  • Alexandra Schebesta, Medizinische Universität Wien , nationale:r Kooperationspartner:in

Research Output

  • 1 Publikationen
Publikationen
  • 2022
    Titel The guanine nucleotide exchange factor Rin-like acts as a gatekeeper for T follicular helper cell differentiation via regulating CD28 signaling
    DOI 10.1101/2022.06.23.497284
    Typ Preprint
    Autor Sandner L
    Seiten 2022.06.23.497284
    Link Publikation

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