Entwicklung von PNPLA3 Inhibitoren
Targeting PNPLA3 activity to elucidate its role in MASLD
Wissenschaftsdisziplinen
Biologie (25%); Chemie (25%); Medizinisch-theoretische Wissenschaften, Pharmazie (50%)
Keywords
- Small-molecule inhibitors,
- Enzyme inhibition,
- Triacylglycerol,
- PNPLA3 I148M,
- Hepatic steatosis
Lebersteatose Wenn die Leber verfettet: Die Lebersteatose, auch als Fettleber bekannt, ist eine der häufigsten Lebererkrankungen weltweit. Sie entsteht durch die übermäßige Einlagerung von Fett in Leberzellen und tritt häufig im Zusammenhang mit Adipositas, Diabetes mellitus Typ 2 oder übermäßigem Alkoholkonsum auf. Doch auch genetische Faktoren spielen eine entscheidende Rolle bei der Entstehung und dem Fortschreiten dieser Erkrankung. Klinische Bedeutung der Lebersteatose: In frühen Stadien bleibt die Fettleber häufig ohne Symptome. Unbehandelt kann sie jedoch zu schwerwiegenden Komplikationen führen darunter Steatohepatitis, Leberfibrose und Leberzirrhose. In einigen Fällen kann sich auch ein hepatozelluläres Karzinom (Leberkrebs) entwickeln. Angesichts der wachsenden Zahl an Betroffenen stellt die Lebersteatose ein zunehmendes globales Gesundheitsproblem dar. PNPLA3 Genetischer Risikofaktor mit hoher Relevanz: Der wichtigste genetische Risikofaktor für die Entstehung und das Fortschreiten der Lebersteatose ist eine Variante im PNPLA3-Gen. Diese Variante kommt bei etwa 20 % der Bevölkerung vor und ist mit einem erhöhten Risiko für Lebersteatose verbunden unabhängig von klassischen Risikofaktoren wie Alkoholkonsum oder Adipositas. Träger dieser Genvariante zeigen häufig einen schwereren Krankheitsverlauf, was PNPLA3 zu einem wichtigen Biomarker und einem vielversprechenden Ziel für personalisierte Therapieansätze macht. Trotz seiner klinischen Relevanz sind die genaue biologische Funktion von PNPLA3 und seiner Variante zur Krankheitsentstehung bislang nicht abschließend geklärt. FWF-ASTRA-Preis geht an die Medizinische Universität Graz: Im Rahmen des FWF-ASTRA-Preises wird ein multidisziplinäres Team aus Biochemiker*innen, medizinischen Chemikern*innen und klinischen Hepatologen*innen neue chemische Werkzeuge entwickeln, um die Funktion von PNPLA3 in humanen Modellsystemen aufzuklären. Die Erkenntnisse, wie PNPLA3 die Entstehung und das Voranschreiten der Lebersteatose beeinflusst, können dazu beitragen neue Wege für deren Prävention und Behandlung zu erschließen.
- Michael H. Trauner, Medizinische Universität Wien , nationale:r Kooperationspartner:in
- Rolf Breinbauer, Technische Universität Graz , assoziierte:r Forschungspartner:in
- Karl Gruber, Universität Graz , nationale:r Kooperationspartner:in
- Mario Van Der Stelt, Universiteit Leiden - Niederlande