Transformationen klimasozialer Zukünfte
Transforming climate-social futures
Wissenschaftsdisziplinen
Erziehungswissenschaften (55%); Geowissenschaften (10%); Humangeographie, Regionale Geographie, Raumplanung (35%)
Keywords
-
Leverage Points,
Imaginative Knowledge,
Political Ecology,
Critical Art Education,
Arts-based Research
Wie stellen sich junge Menschen ihre Zukunft vor? Die Antworten darauf fallen sehr unterschiedlich aus: Während viele junge Klimaaktivist*innen die Dringlichkeit der Klimakrise betonen und mit großem Engagement für Veränderung kämpfen, fühlen sich andere insbesondere sozial benachteiligte Jugendliche von dieser Debatte kaum angesprochen. Ihre Perspektiven auf die Zukunft bleiben damit oft unbeachtet, obwohl gerade sie unmittelbar von den Folgen des Klimawandels betroffen sind. Unser Projekt FUTURES setzt genau hier an: Gemeinsam mit Jugendlichen, NGOs, der offenen Kinder- und Jugendarbeit sowie der Stadt Salzburg erforschen wir, wie eine klimasoziale Zukunft aussehen kann eine, mit der sich junge Menschen aus unterschiedlichen Lebenswelten und mit unterschiedlichem Wissen identifizieren können. Unser Ziel ist es, soziale Gerechtigkeit und sozialökologische Verantwortung miteinander zu verbinden. Wir möchten neue Wege aufzeigen, wie eine lebenswerte Zukunft gestaltet und in die politischen Strukturen der Stadt integriert werden kann. Dabei untersuchen wir auch die Klimawandelfolgen und mögliche Klimaschutz- und Anpassungsstrategien. Im Zentrum steht die Frage: Welcher Horizont kann junge Menschen in Salzburg sowohl engagierte Klimaaktivist*innen als auch sozial benachteiligte Jugendliche zusammenbringen, um aktiv und gemeinsam an einer nachhaltigen und gerechten Zukunft mitwirken zu können? Um die Frage zu beantworten, setzen wir auf kunstbasierte Methoden. Künstlerische Auseinandersetzung eröffnet Räume für Vorstellungskraft, Teilhabe und Dialog sie schafft Zugang zu komplexen Themen und inspiriert dazu, eigene Ideen für eine bessere Welt zu entwickeln. Gemeinsam mit den Jugendlichen entwerfen wir neue Zukunftsbilder, hinterfragen bestehende Vorstellungen und loten die Realisierung und Folgen dieser Visionen aus. Unser Projekt verbindet kommunale Strategien mit zivilgesellschaftlichem Engagement und stärkt die Stimmen junger Menschen, die bisher kaum politisches Gehör finden. So entstehen innovative Ansätze, wie durch Bildung, Kunst und Beteiligung eine vielfältige, solidarische und zukunftsfähige Stadtgemeinschaft gestaltet werden kann. Denn die Zukunft beginnt nicht irgendwann sie beginnt jetzt.
- Thomas Schubatzky, Universität Innsbruck , nationale:r Kooperationspartner:in