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Subjektive Krankheitstheorien - Stand der Forschung und ein Interview.....

Subjektive Krankheitstheorien - Stand der Forschung und ein Interview.....

Gabriele Amann (ORCID: )
  • Grant-DOI 10.55776/D3083
  • Förderprogramm Buchpublikation
  • Status beendet
  • Projektbeginn 05.05.1999
  • Projektende 05.05.1999
  • Bewilligungssumme 5.421 €

Wissenschaftsdisziplinen

Klinische Medizin (100%)

Abstract

Das vorliegende Manuskript beschäftigt sich umfassend mit dem Thema subjektiver Krankheitstheorien, ein Bereich der in der klinischen Forschung zunehmend an Bedeutung gewinnt. So wurde in den letzten Jahren erkannt, daß erfolgreiche therapeutische Strategien und Interventionen nutzlos bleiben, wenn die Mitarbeit der Patienten und Klienten nur sehr mangelhaft ist bzw. die angebotenen Therapien von diesen generell nicht in Anspruch genommen werden. Der subjektiven Krankheitstheorie von Patienten und Klienten, d.h. den Vorstellungen und Annahmen von Betroffenen zu ihrer Krankheit, kommt in diesem Prozeß eine wesentliche Bedeutung zu. Nach Erläuterung des Konzeptes der subjektiven Theorie und der subjektiven Krankheitstheorie wird der Stand der Forschung im Bereich subjektiver Krankheitstheorien umfassend dargestellt. 132 Studien, die subjektive Krankheitstheorien und ihre Zusammenhänge mit krankheits- und therapierelevanten Variablen untersuchten, werden analysiert und die Ergebnisse der Analyse zusammenfassend dargestellt. Auf der Grundlage dieser Ergebnisse wird die Bedeutung subjektiver Krankheitstheorien für eine erfolgreiche Therapie - sowohl bei Patienten mit psychischen als auch somatischen Erkrankungen - diskutiert. Abschließend wird eine Methode dargestellt, die zur Erhebung subjektiver Krankheitstheorien dient. Diese Methode wurde konsequent aus den Erkenntnissen der Forschung in diesem Bereich abgeleitet und dient der differenzierten und umfassenden Erhebung subjektiver Krankheitstheorien. Sie ist in allen Bereichen der Behandlung, Betreuung und Beratung von psychotherapeutischen, psychiatrischen und somatischen Patienten in der alltäglichen Praxis einsetzbar und hat sich auch in der Forschung bei unterschiedlichsten Krankheitsbildern bewährt. Diese Methode wird sehr praxisnah beschrieben, so daß dem Leser deren Umsetzung und Anwendung problemlos möglich wird. Um die Brauchbarkeit dieser Methode auch für die Forschung zu belegen, werden darüber hinaus die Ergebnisse einer Evaluationsstudie (Interrater-, Retest-Reliabilität) dargestellt und auf spezifische Aspekte eingegangen, die es speziell bei einem Einsatz in der Forschung zu beachten gilt. Das Buch richtet sich an alle Berufsgruppen, die in der Behandlung, Betreuung und Beratung von psychotherapeutischen, psychiatrischen und somatischen Patienten tätig sind - im speziellen sicherlich an Psychotherapeuten, Psychologen und Ärzte - sowie an Forscher in diesem Bereich.

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