Christdemokraten in Europa im 20. Jahrhundert
Christdemokraten in Europa im 20. Jahrhundert
Wissenschaftsdisziplinen
Soziologie (100%)
Keywords
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EUROPÄISCHE GESCHICHTE,
GESELLSCHAFTSGESCHICHTE,
KULTURGESCHICHTE,
EUROPAKONZEPTIONEN,
VOLKSPARTEIEN,
KATH. U. CHRIST. DEM. PARTEIEN
Druckkostenbeitrag D 3247Christdemokraten in Europa im 20. JahrhundertMichael GEHLER09.10.2000 Katholische und christlich-demokratische Volksparteien spielten nach dem Ersten Weltkrieg eine zunehmend wichtigere politische Rolle in Europa. In den sechs EWG - Gründungsstaaten trugen sie nach 1945 maßgeblich zur konzeptionellen Ausgestaltung der Europaidee mit bei, um nur auf das vielzitierte "Dreigestirn" Adenauer-De Gasperi-Schuman hinzuweisen. Der vorliegende Sammelband gliedert sich in vier Hauptabschnitte. Zunächst werden die Wurzeln und Grundlagen christdemokratischer Politik in Europa im 20. Jahrhundert (I.) von zwei renommierten Fachleuten offengelegt. Der anschließende Teil widmet sich Katholischen Parteien in der Zwischenkriegszeit und im Exil (II.), der folgende Christdemakratischen Parteien in der Nachkriegszeit (III.) und ein weiterer Teil der Parteienkooperation der europäischen Christdemokraten in der Zwischen- und Nachkriegszeit (IV.). V. a. in den parteigeschichtlichen Beiträgen werden die nationalen Traditionen, die Dichotomie zwischen christlich-sozialen und konservativen und zwischen katholisch-klerikalen und volksparteilichen Tendenzen berücksichtigt. Die Beiträge in den Abschnitten II. und III. konzentrieren sich auf drei zentrale Aspekte der Christdemokratischen Parteien: erstens ihre gesellschaftliche Verankerung und vor allem deren Verhältnis zur katholischen Kirche; zweitens die konzeptionelle Weiterentwicklung einer christlichen Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung und drittens die Evolution von Europakonzeption und die praktische Politik der europäischen Christdemokraten. Methodisch wurden in den Beiträgen partei-, struktur- und ideen- sowie biographiegeschichtliche Fragestellungen aufgeworfen, diskutiert und miteinander verknüpft. Einschlägige Fachleute haben die jeweiligen Themenblöcke interpretiert und kommentiert. Besonders hervorzuheben ist der Umstand, daß auch Beiträger aus mittel- und osteuropäischen Staaten (Tschechoslowakei, Ungarn und Polen) sowohl für die Zwischen- als auch für die Nachkriegszeit zur Analyse von katholisch-christdemokratischen Parteien in diesen ändern gewonnen werden konnten. Der vorliegende Manuskriptenband will zur Christdemokratie in Europa eine Grundlage für eine vergleichende europäische parteiengeschichtliche Darstellung bieten.
- Helmut Wohnout, Österreichisches Staatsarchiv , assoziierte:r Forschungspartner:in