Sylloge Nummorum Graecorum Österreich. Sammlung Leypold I.
Sylloge Nummorum Graecorum Österreich. Sammlung Leypold I.
Wissenschaftsdisziplinen
Geschichte, Archäologie (100%)
Keywords
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ROM-KAISERZEIT,
MÜNZEN,
ARCHÄOLOGIE,
MÜNZBILDER,
GRIECHISCHER OSTEN,
KLEINASIEN
Druckkostenbeitrag D 3259Syllogennummorum Graecorum Österreich Samlung Leypold I.Wolfgang SZAIVERT09.10.2000 Die international von der British Academy eingeführte Reihe Sylloge Nummorurn Graecorum hat es sich zum Ziele gesetzt, antike griechische Münzen in damals modernster Weise zu publizieren; das heißt jedes Stück genau zu beschreiben und abzubilden. Der griechischen Münzwelt haftet in weit höherem Maße als der römischen oder gar byzantinischen die Individualisierung an. Kaum ein Stück gleicht dem anderen. Oft erschließt sich die Lesung von Namen oder Titeln nur aus der Kombination mehrerer Stücke, die einander ergänzen. In den letzten Jahren hat sich die Wissenschaft in verstärktem Maß den sogenannten Greek Imperials zugewendet. Die Sylloge Aulock, die mit der Publikation. des Indexbandes 1981 (Franke, Leschhom, Stylow) ihren endgUltigen AbschluB gefunden hat, war der entsprechende Anstoß gewesen. Die heute, einzige fast abgeschlossene Serie ist die SNG Kopenhagen. Derzeit laufen für folgende große Sammlungen entsprechende Unternehmen: Universität Tübingen, American Numismatic Society, Staatsammlung München; dazu treten noch die Commune di Milano, das Museum in Laibach, das Nemzeti Muzeurn in Budapest u.a.. In immer stärkerem Maße werden auch größere Privatsammlungen publiziert, was um so dringender ist, da eine durch eifrige Sammlertätigkeit und jahrelanges Bemühen zusammengetragene Sammlung sich in ihrer Spezialisierung durchaus; mit den großen internationalen öffentlichen Sammlungenmessen kann. Solche Sammlungen sind extrem gefährdet durch Besitzerwechsel oder andere Zeitumstände aufgelöst zu werden und wieder undokumentiert im. Münzhandel zu verschwinden, so z.B. die Bestände Pfälzer Privatsammlungen. In Österreich sind bisher drei Hefte der Sylloge in den Jahren 1967, 1984 und 1990 vorgelegt worden, in denen jeweils ein kleiner Teil (dieser aber komplett) der Samm1ung Dreer jetzt im Landesmuseum für Kärnten in Klagenfurt publiziert ist. Der vierte Band der österreichischen Serie erfaßt die Hälfte der Sammlung des Wiener Neustädter Arztes Dr. Leypold, der seit mehreren Jahrzehnten griechische Prägungen aus dem Kleinasien der römischen Kaiserzeit gesammelt hat. Insgesamt umfaßt die Sammlung etwa 2600 Stück, von denen ein großer Teil als Rara und Unica zu bezeichnen ist. Der erste Teil umfaßt die Prägungen der Provinzen Pontus - Lydien. Der zweite Teil wird Kilikien bis Galatien erfassen. Zu den einzelnen Stücken werden zahlreiche Zitate gegeben., die es erlauben, das idente Stück in der Literatur aufzufinden, bieten darüber aber auch Hinweise auf typenverwandte Stücke, oder auf das Vorkommen von Beamtennamen. Die Legenden werden buchstabengetreu wiedergegeben, die Bilder werden kurz beschrieben, wobei aber der üblichen Interpretation und Ansprache vor allzu modischer der Vorzug gegeben wurde. Da diese Sammlung nach Erscheinen des zweiten Bandes auch als zusätzliches Referenzwerk zur kleinasiatischen Münzprägung der Kaiserzeit zu verstehen sein wird, werden die detailierten Indizes erst im zweiten Band erscheinen. Insgesamt sind in dieser Sammlung etwa 340 Stücke enthalten, - für die sich überhaupt kein Literaturnachweis finden ließ. Dieses Werk kann Numismatikern, aber auch Althistorikern und allen Altertumskundlern von Nutzen sein, die sich mit der Römerzeit in Kleinasien auseinandersetzen wollen. Als Bestimmungshilfe für unidentifizierte Stücke wird es erst mit der Vorlage des zweiten Bandes seine volle Bedeutung erlangen.