Druckkostenbeitrag D 3264Österreichische Architekten in BulgarienGrigor DOYTCHINOV09.10.2000
Die Verfasser haben sich das Ziel gesetzt, ein Bild der Architektureinflüsse und des baulichen Erbes der
Donaumonarchie in Bulgarien zu erstellen. Dadurch wird eine in österreichischen Kulturkreisen wenig bekannte
Seite der Architektur der Donaumonarchie aufgedeckt.
Im ersten Teil des Forschungsprojekts wird der Beitrag der Fachleute aus der Donaumonarchie und der dort
ausgebildeten bulgarischen Architekten geschildert. Ausgegangen wird vom komplexen und vielfältigen
Kulturkontext der europäischen Jahrhundertwende und den politischen Geschehnissen in Südosteuropa. Es wird der
ausschlaggebende Beitrag der Fachleute aus der Donaumonarchie für den Städtebau thematisiert im letzten
Abschnitt werden die Architektureinflüsse der Donaumonarchie geschildert. Erklärt wird das Phänomen der
bereitwilligen Annahme fremder Kulturelemente. Ein Abschnitt ist dem spezifischen Phänomen der Bulgarischen
Nationalromantik gewidmet, da hier wichtige Beiträge von Absolventen der Architekturschulen der
Donaumonarchie festzustellen sind.
Im zweiten Teil der Forschungsarbeit sind die grundlegenden Informationen zu den einzelnen Architekten und
Baukünstlern in einem Katalog zusammengefaßt. In ihm sind biographische Angaben zu 66 Personen, Aufzählung
der Werke und deren Abbildungen und die Informationsquellen zu finden. Die Arbeit ist mit einer maximalen
Anzahl von authentischen Dokumenten dieser Zeit illustriert. Das mit Abkürzungen im Text zusammengestellte
Material enthält 171 Seiten und ist mit 338 Abbildungen illustriert.
Schlußfolgernd wird festgestellt, daß die Suche nach dem Architekturerbe der Donaumonarchie in Bulgarien
gleichzeitig eine Suche nach den Wurzeln der akademischen bulgarischen Architektur ist.