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Ortsnamenbuch des Landes OÖ, Band 7

Ortsnamenbuch des Landes OÖ, Band 7

Peter Wiesinger (ORCID: )
  • Grant-DOI 10.55776/D3317
  • Förderprogramm Buchpublikation
  • Status beendet
  • Projektbeginn 05.03.2001
  • Projektende 05.11.2001
  • Bewilligungssumme 13.081 €

Wissenschaftsdisziplinen

Sprach- und Literaturwissenschaften (100%)

Abstract

Ziel des "Ortsnamenbuches des Landes Oberösterreich" ist die namenkundlich-sprachwissenschaftliche Erschließung sämtlicher amtlicher Ortsnamen Oberösterreichs in 11 Bänden und einem. Einleitungsband. Die Gliederung erfolgt nach den Politischen Bezirken und den nunmehr volkstümlichen Vierteln. In jedem Band wird, nach Gerichtsbezirken und innerhalb dieser nach Gemeinden in geographischer Folge von West nach Ost und von Süd nach Nord angeordnet, um die innerhalb einer Gemeinde alphabetisch gebotenen Ortsnamen einigermaßen im natürlichen räumlichen Zusammenhang zu behandeln. Insgesamt werden gegen 16.000 amtliche Ortsnamen des Landes nach dem Ortsnamenverzeichnis von 1982 untersucht. Die Untersuchung eines jeden Ortsnamens erfolgt auf der Grundlage seiner urkundlichen Überlieferung seit dem Mittelalter und der rezenten Dialektaussprache. Im einzelnen werden Namentyp, Namenbildung, Etymologie und lautlich-formale Weiterentwicklung bis zur Gegenwart festgestellt. Die benützte vorhandene Literatur wird jeweils vermerkt. Das Namenmaterial eines jeden Bandes erschließen weiters ausführliche Register der Namentypen, der in. ihnen enthaltenen Personen- und Familiennamen sowie der Appellativa. 32 Karten veranschaulichen die Verbreitung der Namentypen im Raum. Der vorliegende 7. Band behandelt das südöstliche Traunviertel mit den drei Politischen Bezirken Kirchdorf an der Krems, Steyr-Land und Steyr-Stadt und weist insgesamt 997 Ortsnamen in 45 Gemeinden auf. Die Anzahl von Ortsteilen pro Gemeinde schwankt zwischen 1 (Kirchdorf) und 98 (Pettenbach). Auffällig sind hier die althochdeutschen Namentypen bloß am Nordrand, während das übrige Gebiet zahlreiche eingedeutschte Ortsnamen slawischer Herkunft aufweist. Ihre Eindeutschung erfolgte auf Grund lautlicher Kriterien bereits seit althochdeutscher Zeit von der 2. Hälfte des 8. bis ins 11./12. Jh. Der dialektale Lautstand der Ortsnamen liefert auch Einblicke in die Dialektgeschichte des Raumes, zumal einzelne Ortsnamen Reliktlautungen bewahren, die ansonsten durch Neuerungen beseitigt wurden. Pflanzen- und Tiernamen und örtlich motivierte Bezeichnungen geben auch Einblicke in die älteren, heute nicht mehr anzutreffenden landschaftlichen Verhältnisse wie auch einzelne volkskundliche Phänomene zu Tage treten.

Forschungsstätte(n)
  • Universität Wien - 100%

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