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Trysa, eine zentrallykische Niederlassung im Wandel der Zeit

Trysa, eine zentrallykische Niederlassung im Wandel der Zeit

Thomas Marksteiner (ORCID: )
  • Grant-DOI 10.55776/D3335
  • Förderprogramm Buchpublikation
  • Status beendet
  • Projektbeginn 05.03.2001
  • Projektende 21.01.2003
  • Bewilligungssumme 13.081 €
  • Projekt-Website

Wissenschaftsdisziplinen

Geschichte, Archäologie (100%)

Keywords

    TRYSA, SIEDLUNGSENTWICKLUNG, NEKROPOLEN, HEROON, GRABPFEILER, GESCHICHTE

Abstract

Das Anliegen der vorliegenden Arbeit ist es, die Ruinen der zentrallykischen Niederlassung Trysa in ihrer Gesamtheit vorzustellen und der Fachwelt zugänglich zu machen. Als das Ergebnis einer analytischen Untersuchung der Einzelmonumente steht der Versuch, die diachrone Entwicklung des Gemeinwesens vom lykischen Herrensitz zum Zentralort eines Landbezirkes auf dem Territorium von Kyaneai, bis hin zum Niedergang in mittelbyzantinischer Zeit sowie zur endgültigen Aufgabe des Platzes nachzuzeichnen. Es stehen Fragen der Siedlungsstruktur und der Siedlungsentwicklung im Zentrum der Überlegungen, wobei der dynastenzeitlichen, im frühen 4. Jh. v. Chr. einem einheitlichen Planungskonzept entsprechend errichteten Niederlassung besondere Bedeutung beigemessen wird. Weiters bilden bedeutende Monumente von Trysa den Ausgangspunkt für weiterführende Untersuchungen zu den entsprechenden Denkmaltypen, wobei insbesondere die Grabpfeiler der archaischen Periode, Befestigungsarchitektur, die lykische Palastarchitektur und deren Verhältnis zu ihrem anatolischen Umfeld oder die lykischen Opferdarstellungen genannt seien. Auch werden Fragen zur Typologie und Rekonstruktion der Architektur des Heroons aufgenommen. Im Rahmen eines historischen Exkurses stehen Überlegungen zum historischen Umfeld der Errichtung des dynastenzeitlichen Herrensitzes von Trysa und zu Fragen der Hellenisierung Lykiens. Eine analytische Untersuchung des Opferreliefs auf der Burg von Trysa erlaubte es, wichtige Ansätze für das Verständnis der politischen Rolle und das Selbstverständnis des Dynasten von Trysa zu entwickeln. Eine systematische Wiederaufnahme der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit den archaischen Grabpfeilern und deren Reliefschmuck machte den autochthonen Charakter der Monumente deutlich und erlaubte eine Annäherung an deren relative und absolute Chronologie. Architekturaufnahmen am Heroon und den nahegelegenen Grabhäusern ermöglichten es, einen Rekonstruktionsvorschlag zum Heroongrabhaus und dessen Bildschmuck zu erarbeiten und die sich daraus ergebenden Verschiebungen innerhalb des Szenenrepertoires und der relativen Gewichtung einzelner Themenbereiche innerhalb des Darstellungsprogrammes der Grabanlage anzusprechen. Eine bautypologische Analyse und Überlegungen zur kultischen Funktion der Anlage erlaubten eine Annäherung an Fragen zur Herkunft des Grabtyps und der Form des in Lykien praktizierten Totenkultes.

Forschungsstätte(n)
  • Universität Wien - 100%

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