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Die Frühzeit des Friesacher Pfennigs

Die Frühzeit des Friesacher Pfennigs

Michael Alram (ORCID: )
  • Grant-DOI 10.55776/D3370
  • Förderprogramm Buchpublikation
  • Status beendet
  • Projektbeginn 26.06.2001
  • Projektende 11.07.2002
  • Bewilligungssumme 12.311 €
  • Projekt-Website

Wissenschaftsdisziplinen

Geschichte, Archäologie (100%)

Keywords

    FRIESACHER PFENNIG, MITTELALTERNUMISMATIK, GESCHICHTE DES MITTELALTERS, SCHRIFTQUELLEN, METALLURGIE

Abstract

Der Friesacher Pfennig zählt zu den bedeutendsten mittelalterlichen Zahlungsmitteln im heute österreichischen Raum. Die vorliegende Studie bildet den schriftlichen Niederschlag eines interdisziplinären Forschungsprojektes, das die Frühzeit des Friesacher Pfennigs (etwa 1125/30 - etwa 1166) untersuchte. Der erste Abschnitt ist den von I. Baumgartner bearbeiteten Schriftquellen gewidmet. Neben der Behandlung der eigentlichen Belegstellen bis 1170 wird auf eine Vielzahl bislang nur unzureichend aufgearbeiteter Fragestellungen eingegangen. Dazu zählen sowohl die Voraussetzungen politischer und besitzmäßiger Natur mit dem Problem der Münzrechtsverleihung sowie die Frage nach den wirtschaftlich-infrastrukturellen Grundlagen für die Friesacher Münzprägung. Auch die bisher durchaus unterschiedlich beurteilten Quellen zum Münzpersonal finden eine kritische Sichtung und Wertung. Im Zusammenhang mit der seit langem offenen Frage nach der Möglichkeit herzoglicher Prägetätigkeit in St. Veit beschreitet die Verfasserin mit der Untersuchung der Aufenthaltsorte für den Herzog methodisches Neuland. Ein umfangreicher Exkurs widmet sich schließlich eingehend der Rolle des Friesacher Pfennigs in Italien. Die Bearbeitung des numismatischen Materials wurde von H. Winter durchgeführt. Basierend auf einer umfassenden Materialsammlung sowie einer präzisen typologischen und stilistischen Analyse ist es gelungen, eine fundierte chronologische Ordnung der einzelnen Münztypen und ihrer Varianten vorzunehmen und diese in ihren historischen Kontext zu stellen. Hinzu tritt eine minutiöse Stempelanalyse, die erstmals Einblick in die Arbeitsweise einer mittelalterlichen Münzstätte in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts erlaubt. Auf den ermittelten Stempelzahlen fußt auch eine statistische Berechnung der Prägevolumina, die einen ungefähren Überblick über den mengenmäßigen Ausstoß der Münzstätten Friesach und St. Veit ermöglicht. Einen weiteren Schwerpunkt stellt die notwendige Neubearbeitung der drei für die Frühzeit relevanten Schatzfunde aus "Roveredo", Gran (Ungarn) und Dürnstein (Steiermark) dar. Von R. Linke wurden schließlich für alle Emissionen mit Hilfe der energiedispersiven Röntgenfluoreszenzanalyse Metallanalysen durchgeführt. Dabei sollten einerseits die mittels numismatischer Methoden getroffenen Typologisierungen und Münzstättenzuweisungen kontrolliert, andererseits die materielle Zusammensetzung der an den verschiedenen Prägestätten verarbeiteten Silberlegierungen untersucht werden.

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