A Geo-Archaeological Survey in the Surroundings of Tell el-Dab´a - Qantir
A Geo-Archaeological Survey in the Surroundings of Tell el-Dab´a - Qantir
Wissenschaftsdisziplinen
Sprach- und Literaturwissenschaften (100%)
Keywords
-
ARCHÄOLOGIE,
ÄGYPTOLOGIE,
GELÄNDE-SURVEY,
NIL-DELTA,
SIEDLUNGSSTRUKTUREN,
GEOMORPHOLOGIE
Edwin C.M. van den Brink: A Geo-Archaeological Survey in the Surroundings of Tell el-Dab`a-Qantir. Regional Diachronic Investigations into Settlement Patterns in the Northeastern Nile Delta. Die vorliegende Studie beruht auf Daten, die während eines archäologischen und paleo-geographischen Survey der Amsterdam University Survey Expedition im Laufe von vier Saisonen von 1984 bis 1987 in einem 900 km2 umfassenden Gebiet des östlichen Nildeltas gesammelt wurden. Ziel der Untersuchung war, Siedlungsmuster für die Zeit des späten 4. bis zum 1. Jahrtausend v. Chr. zu finden und darzustellen. Voraussetzung war die Rekonstruktion der antiken Landschaftsformen, weshalb geomorphologische und archäologische Daten gleicherweise aufgenommen wurden. Neben einer Beschreibung der Geo-Stratigraphie der Region wird ein paleo-geographisches Modell des Survey-Gebietes geboten, welches auch die alten Flußverläufe in diesem Teil der Deltas beinhaltet. Der Zusammenhang von Landschaftsform und räumlicher Verteilung der archäologischen Stätten wird diskutiert, wobei für sieben ausgewählte Fundstätten eine auf den archäologischen Daten beruhende Rekonstruktion der antiken Umwelt vorgeschlagen wird. Die örtliche und chronologische Verteilung von 92 festgestellten archäologischen Stätten wird anhand der chronologischen Darstellung des gesammelten Oberflächenmaterials (vorwiegend Scherben und Silices), ergänzt durch sieben archäologische Sondagen, diskutiert. Anhand der gesammelten archäologischen und geologischen Daten wurden verschiedene Siedlungsverteilungskarten erstellt, die in chronologischer Reihenfolge dargestellt werden. Durch die Interpretation der Siedlungsverteilung sollen Einsichten in die Systematik geboten werden, auf welcher die Siedlungsentwicklung in den einzelnen Perioden von der vor-/frühdynastischen Zeit bis zum Ende des Neuen Reiches (ca. 3150-1070 v. Chr.) beruht. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Siedlungsentwicklung in spät-vorgeschichtlicher bis frühdynastischer Zeit im Bereich zwischen dem tanitischen und dem pelusischen Nilarm und auf der Herausarbeitung von Ortsspezifika für das späte 4. und frühe 3. Jahrtausend, also der Zeit, als der zentralgelenkte ägyptische Staat unter der Herrschaft der Pharaonen entstand.
- Universität Wien - 100%
- Erwin C.M. Van Den Brink, assoziierte:r Forschungspartner:in