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Subjekt - Medium - Wirklichkeit

Subjekt - Medium - Wirklichkeit

Stefan Weber (ORCID: )
  • Grant-DOI 10.55776/D3689
  • Förderprogramm Buchpublikation
  • Status beendet
  • Projektbeginn 07.03.2005
  • Projektende 12.10.2005
  • Bewilligungssumme 4.032 €

Wissenschaftsdisziplinen

Medien- und Kommunikationswissenschaften (100%)

Keywords

    Medientheorie, Sprache/Wirklichkeit, Operationalismus, Non-Dualismus, Subjekt/Objekt, Konstruktivismus

Abstract

`War die Erde schon eine Kugel, als sie von den Menschen noch als eine Scheibe beschrieben wurde?` Beinahe jeder würde diese Frage bejahen. Denn wir denken `automatisch` im Dualismus von Objekt und (fehlbarer) Beschreibung des Objekts. In diesem Buch wird - in Anwendung der Philosophie Josef Mitterers - eine ungewöhnliche und neue Antwort gegeben: Das Objekt Erde ist nichts anderes als der letzte Stand der Beschreibungen. Dies ist der Kern der Philosophie des Non-Dualismus. Der Clou jedoch steckt in der Umkehrung der Denkrichtung: Scheitern Beschreibungen an Objekten oder an neuen Beschreibungen? - Es empfiehlt sich eine präzise Lektüre, um dem Kontra-Intuitiven eine Chance zu geben. Denn vielleicht erweisen sich 2500 Jahre des Denkens als optional. Aus medienwissenschaftlicher Sicht geht es darum, einen neuen medientheoretischen Ansatz vorzustellen. Dieser baut - neben der `Nicht-dualisierenden Redeweise` von Josef Mitterer - auch auf den Arbeiten von weiteren dualismuskritischen Autoren auf: wie etwa dem Operationalisten Silvio Ceccato und dem Kybernetiker und Logiker Gotthard Günther. Diese Denker wurden bislang in der Medienwissenschaft kaum rezipiert, und auch in den übrigen Kultur- und Sozialwissenschaften fand bisher keine bedeutende Diskussion statt (besonders Ceccato mit seinen m.E. bahnbrechenden Arbeiten aus den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde bis heute so gut wie ignoriert). Der vorgeschlagene Ansatz versteht sich nicht als Fortführung des Konstruktivismus S.J. Schmidts oder der Systemtheorie Niklas Luhmanns, sondern als ein genuin neues Theorie-Angebot - dies auch in Alternative zu den beiden. Das besondere Innovationspotenzial wird vor allem in Kapitel VI deutlich demonstriert. Die klassische medientheoretische Debatte um das Verhältnis von Medien und Wirklichkeit erfährt dort im Rahmen eines konsequenten Non-Dualismus eine neuartige Wendung. Eine non-dualistische Medientheorie ermöglicht auch alternative Perspektiven der Empirisierung, wie abschließend gezeigt wird.

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