Die Reihe "Wien - Umwelt" beschäftigt sich mit den Wechselwirkungen zwischen Gesellschaft und Natur und
wird an Instituten der Universität Wien und der Österreichischen Akademie der Wissenschaften koordiniert
(Institut für Österreichische Geschichtsforschung / Universität Wien, Institut für Stadt- und Regionalforschung /
ÖAW, Kommission für interdisziplinäre ökologische Studien / ÖAW). Mehr als hundert Wissenschaftler und
Wissenschaftlerinnen aus unterschiedlichen Disziplinen, Fachleute und Experten aus der Praxis arbeiten an dieser
"Umweltbiographie" der Stadt Wien mit.
Städtische Gesellschaften verändern ihre Umwelt und formen sie nach ihren Bedürfnissen. Dabei produzieren sie
unerwünschte Effekte im naturalen Gefüge, die auf sie selbst zurückwirken - und haben dies immer schon, seit den
frühesten Phasen der Urbanisierung, getan. Für Wien wurde die Geschichte der Interaktionen zwischen
Stadtgesellschaft und ihrer Umwelt noch nicht geschrieben. Der Band "Steinring und Grüngürtel. Aus der
Geschichte der städtischen Umwelt Wiens" möchte dazu anregen, dies nachzuholen und weitere
Forschungsinitiativen im Bereich Umweltgeschichte zu starten. Er wendet sich aber auch an Fachleute in der Praxis
und an eine interessierte Öffentlichkeit. Der historische Blick kann gegenwärtiges Handeln in Frage stellen und
damit neue Perspektiven auf zukünftige Entwicklungen eröffnen.
Wien liegt am Schnittpunkt mehrerer Großlandschaften und umfasst eine Vielzahl von Ökosystemen. Ein weiterer
Band, derzeit in Vorbereitung, wird sich mit den einzigartigen natürlichen Bedingungen im Wiener Raum
beschäftigen und die Kräfte und Zusammenhänge veranschaulichen, die zur "ökologischen Sonderstellung" dieser
Stadt geführt haben. Wien ist allerdings, nicht anders als andere Metropolen, mit ökologischen Herausforderungen
konfrontiert, denen sich die Stadtbewohner stellen müssen. Um welche Probleme handelt es sich und welche
Lösungen werden gefunden?