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Die Wiener Stadtbücher 1395 - 1430, Teil 3: 1406 - 1411

Die Wiener Stadtbücher 1395 - 1430, Teil 3: 1406 - 1411

Christian Neschwara (ORCID: 0000-0001-7956-4439)
  • Grant-DOI 10.55776/D3712
  • Förderprogramm Buchpublikation
  • Status beendet
  • Projektbeginn 24.01.2005
  • Projektende 31.01.2006
  • Bewilligungssumme 6.645 €
  • Projekt-Website

Wissenschaftsdisziplinen

Rechtswissenschaften (100%)

Keywords

    Rechtsgeschichte, Realienkunde

Abstract

Das Archiv der Stadt und des Landes Wien verwahrt drei Foliobände einer spätmittelalterlichen Handschrift auf, die üblicherweise als "Wiener Testamentsbücher" bezeichnet wurde. Die Quelle selbst nennt sich "Stadtbuch" und ist ihrem Charakter nach tatsächlich den Stadtbüchern zuzuweisen. Sie enthält auch keineswegs nur letztwillige Verfügungen, so genannte "Geschäfte", sondern weitere Eintragungen privatrechtlicher Natur (etwa Erbteilungen, Verwandtschafts- und Volljährigkeitsweisungen; Feststellungen echter Not in Bezug auf nachgelassene Schulden) sowie andere öffentlichrechtlichen Charakters (vor allem Ratslisten, Ratsweisungen und Handwerksordnungen). Die Eintragungen umfassen den Zeitraum von 1395 bis 1430. Über die Quelle liegen systematische Untersuchungen nur zu Einzelproblemen der rechtshistorischen Forschung sowie zu realienkundlichen Aspekten vor. Teile von Eintragungen wurden hierbei zitiert und behandelt, nur wenige aber auch - teils in Regestenform, teils im vollen Wortlaut ediert. Die "Wiener Stadtbücher" stellen eine Rechtsquelle ersten Ranges dar, sind aber nicht nur für die Rechtsgeschichte von Bedeutung, sondern ebenso - um nur einige Wissenschaftszweige zu nennen - für die Kultur-, die Sozial- und Wirtschaftsgeschichte. Mit ihrer Bedeutung als Stadtbuch einer der größten Städte Mitteleuropas sprengt die Quelle den lokalen Rahmen. Für die Edition schien nur eine vollständige Wiedergabe sinnvoll, allen auf diese Weise ist sie den Interessen aller Historiker dienstbar zu machen. Jedem Eintrag ist zu dessen Typisierung ein rechtshistorischer Hinweis vorangestellt, im übrigen wurde weitgehend buchstabengetreu ediert. Der vorliegende dritte Teil der "Wiener Stadtbücher" umfasst die Eintragungen der Jahre 1406 bis 1411. Eine Fortsetzung bis 1430 ist ins Auge gefasst. Der letzte Teil wird unter anderem die ausführliche Handschriftenbeschreibung und detaillierte editionskritische Bemerkungen sowie umfassende Register enthalten. Bis zu diesenm Abschluss dient als Orientierungshilfe das Verzeichnis der Eintragungen und ein Glossar mit rechtshistorischen Erläuterungen zu für diese Edition wichtigen Begriffen und Rechtsinstituten.

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