Die Protokolle des österreichischen Ministerrates 1848 - 1867, II/2
Die Protokolle des österreichischen Ministerrates 1848 - 1867, II/2
Wissenschaftsdisziplinen
Geschichte, Archäologie (100%)
Keywords
-
History,
Protocols of the Cabinet,
Neoabsolutism,
Austria-Hungary,
Edition of historical sources,
Schwarzenberg Felix
Band II/2, Ministerium Schwarzenberg, der Edition "Die Protokolle des österreichischen Ministerrates 1848-1867" enthält die 85 Protokolle vom B. 1. 1850 bis 30. 4. 1850 mit textkritischem Apparat, wissenschaftlichem Kommentar, Einleitung und Bibliographie. Ein Personen-, Orts- und Sachregister wird den Band ergänzen. Der von der Regierung Schwarzenberg nach der Niederschlagung der Revolution im ganzen Reich eingeleitete Modernisierungsschub wurde 1850 tatkräftig weitergeführt. Diese Reformen "von oben", die sich nicht nur auf die Reorganisierung der politischen und der Justizverwaltung erstreckten, sondern auch die zeitgemäße Verbesserung der ökonomischen Grundlagen und der Infrastruktur des Habsburgerreiches bezweckten, entsprangen der Absicht, durch diese "Neugestaltung Österreichs" das Erbe der Revolution den restaurativen Zielen der Regierung dienstbar zu machen, d. h. die bürgerlichen Emanzipationsbestrebungen politisch einzudämmen und die monarchische Machtausübung weitgehend zu sichern. Die innere politische Konsolidierung im reaktionären Sinn, die auch durch die Zentralisierungsmaßnahmen in Ungarn dokumentiert wurde, bot der Regierung die Möglichkeit, sich mit mehr Nachdruck der deutschen Frage zuzuwenden. Hier begann sich bereits der "Kampf um die Vorherrschaft in Deutschland" zwischen Österreich und Preußen abzuzeichnen, der die nächsten eineinhalb Jahrzehnte der Außenpolitik der Donaumonarchie bestimmen sollte. Der Band soll wie die schon publizierten Bände in der Reihe Ministerratsprotokolle im Verlag öbv&hpt erscheinen. Er stellt den an der Geschichte der Habsburgermonarchie interessierten Forschern und der Lehre an den Universitäten wichtige Akten in wissenschaftlich aufbereiteter Form zur Verfügung. Er erschließt eine wichtige Quelle für die Geschichte Österreichs und seiner Nachbarländer.
- Andreas Gottsmann, assoziierte:r Forschungspartner:in