Wissenschaftsdisziplinen
Geschichte, Archäologie (100%)
Keywords
Sculptures,
Rome,
Antiquity,
Classicism
Abstract
Die Arbeit befasst sich mit einem Skizzenbuch des Tiroler Malers Joseph Schöpf, das zu Beginn der 1980er Jahre
aus Privatbesitz dem Telfer Heimatmuseum "Noaflhaus" im Zuge eines Tauschgeschäftes überlassen wurde. Das
Buch ist signiert und datiert "Joseph Schöpf F[ecit] Romae 1782" und enthält 85 Zeichnungen von großteils antiken
und vier jünger zu datierenden Werken. Die Jahrzahl "1782" gibt Aufschluss darüber, dass dieses Buch in seinem
letzten Studienjahr in Rom entstanden war, wo er an der renommierten "Accademia di San Luca" seine Studien
betrieb..Ziel dieser Arbeit war es, die im Buch abgebildeten Statuen zu identifizieren, ihren damaligen und heutigen
Aufstellungsort zu lokalisieren und die Auswirkung seiner Zeit in Rom auf das Werk des Joseph Schöpf zu
untersuchen. Besonders interessant ist es aus archäologischer Sicht, dass einige der Statuen zum damaligen
Zeitpunkt noch unrestauriert bzw. "anders" restauriert waren, was Rückschlüsse auf das "Entstehen" des Bildes
zulässt, das wir heute von ihnen haben. Besonders aufschlussreich war es, den Weg der Statuen zu verfolgen, den
sie seit dem Aufenthalt Schöpfs in Rom bis heute genommen haben, womit insgesamt ein bemerkenswertes Kapitel
der Antikenrezeption in der Zeit des Klassizismus aufgeschlagen wurde.