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Moritz Schlick: Fragen der Ethik, Band 3

Moritz Schlick: Fragen der Ethik, Band 3

Friedrich Stadler (ORCID: )
  • Grant-DOI 10.55776/D3771
  • Förderprogramm Buchpublikation
  • Status beendet
  • Projektbeginn 11.10.2005
  • Projektende 18.05.2006
  • Bewilligungssumme 8.000 €

Wissenschaftsdisziplinen

Philosophie, Ethik, Religion (100%)

Keywords

    Ethics, Moral Philosophy, History of Philosophy, Vienna Circle, Logical Empiricism, Pychology of Behaviour

Abstract

Ethnischen Fragestellungen hat Moritz Schlick - neben allen anderen von ihm behandelten Themen - zeitlebens eine große Aufmerksamkeit entgegengebracht. Stellt man sein gesamtes Werk den veröffentlichten und nachgelassenen Schriften zur Ethik sowie seiner wissenschaftlichen und der sehr umfangreichen, bisher nur partiell erschlossenen privaten Korrespondenz gegenüber, so wird deutlich, dass es vor allem die Fragen nach dem Sinn und der Bedeutung des Lebens und der Konstituierung einer allgemein zu akzeptierenden Moral waren, die sich ihm, neben anderen Problemen, seit frühester Jugend immer wieder neu stellten. Man erkennt aber ebenso, dass sich seine grundsätzliche, am Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelte Auffassung von der Ethik als einer psychologisch begründeten Lust- und Glückseligkeitslehre über die Jahre hinweg nicht wesentlich änderte. Band 3 der Moritz-Schlick-Gesamtausgabe vereint erstmals zwei Schriften, die sozusagen die Eckpunkte seiner sich über fast 40 Jahre erstreckenden Auseinandersetzung mit Fragen der Moral und Ethik markieren: Sein erstes, Ende 1907 erschienenes und seither nicht wieder aufgelegtes Buch "Lebensweisheit: Versuch einer Glückseligkeitslehre" und die 1930 veröffentlichten Fragen der Ethik". Die Forschung zu Schlicks Ethik hat sich in den vergangenen Jahrzehnten - bedingt vor allem durch die Neuausgabe (Frankfurt/M: Suhrkamp 1984) und einige Übersetzungen - vorrangig mit den "Fragen der Ethik" beschäftigt. Um so bedeutsamer ist es, dass hier erstmals beide Werke zusammen in einer Ausgabe erscheinen. Die Textgestalt basiert auf den Erstausgaben und wurde anhand der im Nachlaß vorhandenen Manuskripte bzw. Typoskripte verglichen, textkritisch bearbeitet sowie umfassend kommentiert. Durch den Kontext beider Werk werden sich für die Forschung neue und wertvolle Einsichten in die Entwicklung von Schlicks ethisch-moralischem Denken ergeben. Schlicks Ethik war von Beginn an vor allem durch zwei geistesgeschichtliche bedeutende Positionen bestimmt: einerseits durch Darwins Evolutionstheorie, andererseits durch die von Schopenhauer über Guyau und Nietzsche bis hin zu Dilthey, Bergson oder Scheler formulierten Modelle einer auf Selbsterfahrung basierenden Lebensphilosophie. Auf diese Einflüsse verweisen den Leser in der jetzigen Ausgabe zahlreiche erläuternde bzw. kommentierende Fußnoten.

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