Wissenschaftsdisziplinen
Humangeographie, Regionale Geographie, Raumplanung (100%)
Abstract
Der dritte und abschließende Band einer auf drei Bände konzipierten Stadtgeschichte beschäftigt sich mit dem
Zeitraum von 1790 bis zur Gegenwart. Diese Epoche der Wiener Stadtentwicklung zählt für die gestaltenden Kräfte
in der Stadt wie auch für deren Bewohnerinnen und Bewohner zweifellos zu den besonders dramatischen, von
vielen regelrechten Brüchen charakterisierten Zeitspannen. Napoleonische Besetzung, die Revolution des Jahres
1848, die konstitutionellen wie die wirtschaftlichen und sozialen Veränderungen ab der Mitte des 19. Jahrhunderts,
das Ende der Stellung als Reichshaupt- und Residenzstadt mit dem Ende des Ersten Weltkrieges, die schwierige
Epoche der Zwischenkriegszeit, die Geschicke Wiens unter der NS-Herrschaft, die Bombenjahre des Zweiten
Weltkrieges und dessen Ende wie natürlich auch die bislang noch niemals derart umfassend behandelten Jahre seit
1945 - all das bildet die Zeitfolie, vor der die Darstellung abläuft, markiert einschneidende Geschehnisse, denen sie
sich widmet. Sechs Autorinnen und Autoren vermitteln in einem vom Grundsatz her chronologischen Aufbau ein
Bild, das verwoben in die (politische) Ereignisgeschichte der sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen
Entwicklung breiten Raum einräumt. Dabei stellt der Versuch, die für Wien so prägenden Epochen des "Fin-de-
Siècle" und dann der so ungemein schwierigen Jahre nach 1918 unter starker Berücksichtigung
geistesgeschichtlicher Strömungen und mehrfach mittels des Einbaus literarischer Zeitzeugen bzw. -zeugnisse zu
behandeln, einen methodisch durchaus innovativen Weg dar. Die Jahre der Wiener Entwicklung nach 1945, im
Hinblick auf die politische Geschichte bis zur Gemeinderats- und Landtagswahl von 2001, bezüglich der sozialen
und wirtschaftlichen Entwicklung in Ansätzen sogar noch darüber hinaus, haben bislang noch niemals in derart
eingehender Form Darstellung gefunden.
Wie schon bei den 2001 und 2003 vorgelegten Bänden 1 und 2 dieses dreibändigen Werkes gilt auch für den letzten
Band das Bemühen, eine auch breiteren Kreisen zugängliche Darstellung zu bieten. Dies wird durch eine reiche
Bebilderung, eine umfangreiche Bibliographie sowie ein Register der Orts- und Personennamen unterstützt.