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The Ancient Necropoles of Limyra

The Ancient Necropoles of Limyra

Thomas Marksteiner (ORCID: )
  • Grant-DOI 10.55776/D4230
  • Förderprogramm Buchpublikation
  • Status beendet
  • Bewilligungssumme 14.000 €
  • Projekt-Website

Wissenschaftsdisziplinen

Geschichte, Archäologie (100%)

Keywords

    Necropolis, Rock Cut Graves, Lycia

Abstract

Die vorliegende Arbeit behandelt die Nekropolen der antiken Stadt Limyra in Lykien. Die insgesamt elf Nekropolen, die dem direkten Stadtgebiet und der Umgebung zuzuordnen sind, besitzen rund 430 heute sichtbare Gräber, von denen viele Träger von Reliefs sowie von griechischen bzw. lykischen Inschriften sind. Es existiert sogar eine aramäische Inschrift. Bei den hauptsächlich aus dem 4. Jh. vor Christus stammenden Gräbern handelt es sich um Felsfassadengräber, Sarkophage und einige freistehende Grabmonumente. Bislang wurden unter diesen nur einige wenige untersucht, die kunsthistorisch oder epigraphisch interessante Aspekte aufwiesen. Diese Arbeitet bietet eine vollständige Dokumentation aller sichtbaren Grabanlagen. Die Materialaufnahme bei der alle Gräber nach dem gleichen Schema untersucht, gemessen, photographisch aufgenommen und zum Teil mit Bauaufnahmen unterstützt wurden, bildet das Rückgrat der Arbeit. Die Auswertung aller Grabanlagen erbrachte unterschiedliche Ergebnisse, wobei gerade einige unspektakuläre Grabanlagen wertvolle Informationen bargen. Die starke visuelle Abhängigkeit von einer heute inexistenten Holzarchitektur der Fassaden wurde thematisiert. Hierbei wurden alte und aktuelle Thesen aufgegriffen und mit neuen Erkenntnissen erörtert. Eine typologische Untersuchung der Fassaden und Innenräume erbrachte, dass es einen speziell in Limyra verbreiteten Grabfassadentyp gegeben hat. Gemeinsam wurde mit diesem auch ein ganz bestimmter Innenraumtyp benutzt. Die detaillierte Untersuchung der Innen- und Außenräume ergab wertvolle Hinweise zum Arbeitsvorgang der Steinmetze und die von ihnen durchgeführten diversen Reparaturtechniken. Manche von diesen zeigten, dass die Gräber schon in der Antike ausgeraubt und weiterverwendet worden sind. Zudem erbrachten diese Untersuchungen auch neue Aspekte zur Diskussion bezüglich der Bestattung und der Grab- und Nekropolennutzung. Die Untersuchungen der griechischen Bauelemente auf den Fassaden und der Hinweise auf persische Grabsitten in den Innenräumen, dokumentieren den jeweiligen kulturellen Einfluss in Limyra. Hierbei wurde deutlich, dass der auf den ersten Blick griechische Einfluss nicht wirklich dominant war. Die Diskussion zur Datierung der Grabfassaden konnte mit neuen Anhaltspunkten bereichert werden. Die Arbeit bietet einen einmaligen Überblick zum Verständnis der Nekropolen und ihren Gräbern in einem gemeinsamen Kontext mit der Geschichte der Stadt Limyra.

Forschungsstätte(n)
  • Österreichische Akademie der Wissenschaften - 100%

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