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Die Münzprägung von Ephesos 5: Typenkatalog und Aufbau

Die Münzprägung von Ephesos 5: Typenkatalog und Aufbau

Stefan Karwiese (ORCID: 0000-0002-6471-6193)
  • Grant-DOI 10.55776/D4361
  • Förderprogramm Buchpublikation
  • Status beendet
  • Bewilligungssumme 8.000 €

Wissenschaftsdisziplinen

Geschichte, Archäologie (100%)

Keywords

    Ephesos, Roman period, Coinage, Type Katalogue, Metrology, Roman period

Abstract

Bei der vorliegenden selbstständigen Arbeit handelt es sich um die Fortsetzung der, nach Vorarbeiten 1 i. J. 1995 erschienenen, Habilitationsschrift2 mit dem neuen Serientitel MvE 1, wobei die Arbeit an den anschließenden MvE 2-4 erst z. T. abgeschlossen ist. Im Gegensatz zu MvE 1 (das neben dem Münzmaterial auch die entsprechenden Analysen enthielt) ist MvE 5.1 ein corpusartiges Werk, das das gesamte vom Autor erfassbare Material enthält. In einer neuartigen Aufmachung werden die Münzen samt allen individuellen Angaben und Refe-renzen dabei (anstelle der meist üblichen Trennung in Text- und Abbildungsteil) im Rahmen eines fortlaufenden Diagramms präsentiert, in dem nicht nur alle Vorderseiten- und Rückseiten-Typen, son-dern innerhalb derselben auch alle nachweisbaren Stempel abgebildet sind. Auf diese Weise ist wohl zum ersten Mal eine Materialvorlage entstanden, auf deren Grundlage erst die wahre analytische Arbeit aufgenommen werden kann: So lassen sich über die Stempel bekann-terweise Prägeketten eruieren, also datierende Ansätze gewinnen, doch zeigt sich jetzt z. T. sogar in überraschender Menge auch, wie die Vorderseiten mit verschiedenen Rückseiten verbunden sind. Im Verein mit dem Typenregister und den Legenden werden so gewiß ungeahnte Schlüsse z. B. auf Zu-sammengehörigkeiten ermöglicht. Und insgesamt wird jetzt erst das Prägebild der Münzstätte Ephesos während der römischen Kaiserzeit verdeutlicht, aber es wird sich darüber hinaus auch zeigen, ob und in welcher Weise so manche eindeutige Festprägung mit anderen verbunden ist: Daraus wird sich ableiten lassen, inwiefern solche Verbindungen gar Identitäten derjenigen nachweisen, die für die je-weilige Prägung verantwortlich waren bzw. dafür aufkamen. Auf der anderen Seite wird schließlich anhand der Münzgrößen und Mengen viel klarer, welche "Nominalien" für den Tagesumlauf bestimmt waren und welche (wie die stadtrömische Prägung) als biblia pauperum bzw. anlassbezogene "Com-memorial"- Editionen zu verstehen sind. Corpora zeigen automatisch den individuellen Umfang einer Prägung bzw. die Menge der davon er-haltenen Münzen auf 3 . In MvE 5 ergibt sich aus den Stempelverbindungen eine zusätzliche Evidenz in Bezug auf die Bedeutung von Typen- und Legenden-Koppelungen 4 . Desgleichen sind auch (relativ) datierende Elemente vorhanden wie z.B. bei Münzen, deren Vorderseite einmal eine Rückseite mit der 3., dann noch der 4.Neokorie verbindet. In Ermangelung von fein-stratigraphischen Funden lassen sich von daher keine absolut datierenden Elemente gewinnen. Wieweit das z. T. gut datierte epigraphische Material in Bezug auf, auf den Münzen abgebildete, "Ereignisse" zu deren genauerer Einordnung herangezogen werden kann, wird erst bei der analytischen Auswertung zutage treten, die für MvE 5.2 geplant ist 5 . Ein weiterer überraschender Aspekt des Stempelcorpus ist die Tatsache, daß die für gewöhnlich ausschließlich stets den jeweiligen Partnerstädten zugeordneten Homonoia-Prägungen 6 in vielen Fällen wegen der ephesischen Vorderseitenstempel eben nicht aus fremden Münzstätten stammen. Die Vorlage dieses Materiales in der gegebenen Form lässt überdies auch zu, daß die einzelnen vom Autor vorgenommenen Identifizierungen der Stempel überprüft und so eventuelle Fehler bzw. Täu-schungen vom Benutzer erkannt und verbessert werden können. 1 St.Karwiese, Ephesos - Numismatischer Teil, in Paully Wissowa`s Realencyclopädie Suppl. 12 (1970), 297-364. 2 St.Karwiese, Die Münzprägung von Ephesos 1. Die Anfänge. 3 Das führt natürlich dazu, den heutigen Wert von in nur wenigen oder gar nur einem einzigen Exemplar überkommenen Stücken besser einzuschätzen. 4 Wenn z. B. der Rs.-Stempel X meist mit dem Typ Y, aber auch nur einmal mit Typ Z einhergeht. 5 Und inzwischen auch schon begonnen wurde. 6 Außer im Falle von Alexandreia/Äg., wo alle Münzen eindeutig in Ephesos geprägt wurden.

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